Eröffnung der Umgehungsstrecke zum Müllofen wohl erst nach 2020

Kraftwerkstraße in Heringen wird teurer

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Heringen. Die Umgehungsstraße zum Heringer Müllheizkraftwerk wird wohl nicht vor dem Jahr 2020 eröffnet.

Das berichtete Bürgermeister Daniel Iliev, der am Donnerstagabend während der Sitzung des Heringer Stadtparlaments eine entsprechende Anfrage der SPD-Fraktion beantwortete.

Die Fahrbahn, auf welcher der Lieferverkehr zum Müllofen die Wölfershäuser Straße umgehen soll, ist bereits 2014 fertiggestellt worden. Durch einen Planungsfehler wird der zugehörige Bahnübergang aber beim Rangieren von Kalizügen blockiert. Deshalb muss ein Gleis um 260 Meter verlängert werden. Das Planungsverfahren werde frühestens 2018 abgeschlossen, sofern es keine Verzögerungen beim Grunderwerb durch die Bahn gebe, erklärte der Rathauschef. Vorgesehener Baubeginn sei 2019, da ein Durchlass in der geplanten Trasse erneuert werden müsse. Dadurch könnte dieser sich auch auf 2020 verschieben.

Die bislang entstandenen Kosten bezifferte Iliev auf 2,47 Millionen Euro. Nach einem Vertrag aus dem Jahr 2010 übernimmt der Kraftwerkbetreiber EEW davon maximal zwei Millionen Euro. Dieser Betrag reduziert sich jedoch um 550 000 Euro externe Kosten, die dem Unternehmen entstanden sind. Damit bleiben vom EEW-Anteil noch 1,45 Millionen Euro. Der städtische Anteil der Kosten von 2,47 Millionen Euro beläuft sich damit laut Iliev auf 1,02 Millionen Euro.

Nach derzeitigem Kenntnisstand müsse die Stadt weitere 150 000 Euro – ein Drittel der Kosten für das Ausziehgleis – tragen, berichtete der Bürgermeister. Fördergeld habe die Stadt seinerzeit nicht beantragt, da sich der Kraftwerkbetreiber bereit erklärt habe, die zum Zeitpunkt der Vereinbarung ermittelten Kosten von zwei Millionen Euro zu übernehmen.

Warum die Stadt die von ihr mitfinanzierte Strecke nicht als öffentliche Umleitung für die Wölferhäuser Straße nutzen darf, lesen Sie in der gedruckten Ausgabe und im E-Paper am Freitag.

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