Kirchenvorplatz in Heringen wird zu einem Ort der Begegnung

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Vorbereitungen abgeschlossen, (von links) Pfarrer Thorsten Waap, die stellvertretende Kirchenvorsteherin Daniela Kirschner-König und Bürgermeister Daniel Iliev, präsentieren zusammen mit den Mitgliedern des Lenkungsausschusses den Bauplan für die neue Mitte Heringen an ihrem zukünftigen Standort, dem Kirchenvorplatz.

Heringen – Der bisherige Parkplatz vor der Stadtkirche in Heringen ist schon nicht mehr wiederzuerkennen. Ab Montag rollen die Bagger.

Bereits vor dem geplanten Baustart in der nächsten Woche sind die Stufen vor der Stadtkirche verschwunden und der Weg zum Gotteshaus begradigt worden. Denn die evangelische Kirche in Heringen soll nach dem Ende der Umbauarbeiten, barrierefrei zugänglich sein.

„Die Idee war, dass unsere Kirche auch mit Rollatoren und im Rollstuhl gut erreichbar ist“, erklärt Projeketplanerin und stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende Daniela Kirschner-König. Bereits seit Jahren sei die leichtere Zugänglichkeit der Kirche ein wichtiges Anliegen der Gemeinde, so Kischner-König. Auch ein Ort zum Verweilen ist geplant. Mit Sitzmöglichkeiten, einem Brunnen und Parkplätzen für gehbehinderte Besucher soll der Kirchenvorplatz zur neuen Mitte in Heringen werden. Im September 2016 sei aus der Theorie dann Praxis geworden, erklärt Bürgermeister Daniel Iliev.

Mit dem Förderbescheid des Landes Hessen hatte sich die Kirche, zusammen mit der Stadt noch im selben Jahr auf die Suche nach einem beratenden Planungsbüro gemacht. Die Wahl fiel auf die DSK, die Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft. Anschließend musste ein Plan über die Gestaltung des Außenbereiches, rund um die Kirche, entwickelt werden.

„Konkrete Vorstellungen und Wünsche konnten die Bürger dann in den jeweiligen Gremien zusammentragen“, erläutert Iliev. Dass die Bürger Heringens sich bei der Umsetzung des neuen Stadtmittelpunktes einbringen konnten, war dem Bürgermeister besonders wichtig. 2018 folgte dann der Antrag für den neuen Kirchenvorplatz, der mit nur einer Gegenstimme in der Stadtverordnetenversammlung angenommen wurde.

Noch im Herbst war der Beschluss gefasst und ein Jahr später, Anfang November, soll der Umbau beginnen. Die Gesamtkosten des Umbaus betragen rund 209 000 Euro. Davon kommen 146 300 Euro aus dem Stadtumbauprogramm, 20.900 Euro trägt die Stadt und 41800 Euro die Kirche. 

„Manches war holprig in der Planung“, berichtet Pfarrer Thorsten Waap. Umso glücklicher sei er nun, dass alles geklärt sei und die Bauphase beginnen könne. Auch Bürgermeister Iliev lobte die Idee, den Kirchenvorplatz zu einem Begegnungsort für alle Bürger umzubauen. Um die Erweiterung des Kirchenvorplatzes zu unterstützen, überträgt die Stadt, der Kirche, die Eigentumsrechte an den bisher städtischen Anteilen des Grundstücks. Die Einweihung des Platzes ist im Frühling nächsten Jahres geplant.

Einziger Wermutstropfen: Während der Weihnachtszeit werde die Kirche kein optimales Feiertagsbild abgeben, so Thorsten Waap. „Doch trotz der Umbaumaßnahmen wird der Kirchenbetrieb ungestört weitergeführt“, verspricht der Pfarrer. (kh)

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