Trägerwechsel

Kegelverein übernimmt Dorfgemeinschaftshaus in Lengers

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Trägerwechsel: Das Gemeinschaftshaus Lengers wird ab kommendem Jahr vom Kegelsportverein „Grün-Weiß“ betreut.

Nach dem Schlottentreff in Kleinensee soll mit dem DGH in Lengers nun eine weitere Gemeinschaftseinrichtung der Stadt Heringen in die Trägerschaft eines Vereins übergehen.

Dem Abschluss eines entsprechenden Nutzungsvertrags mit dem Kegelsportverein Grün-Weiß Lengers hat die Stadtverordnetenversammlung am Donnerstagabend bei sechs Enthaltungen zugestimmt. Das Nutzungsverhältnis greift zum 1. Januar 2020 und läuft zunächst über drei Jahre. Es verlängert sich danach um jeweils ein Jahr, wenn es nicht sechs Monate vor Ablauf gekündigt wird.

Der Trägerwechsel bedeute nicht, dass den Lengersern die letzte städtische Einrichtung genommen werde – vielmehr solle das frisch renovierte Gebäude langfristig erhalten und mit Leben gefüllt werden, betonte der SPD-Fraktionsvorsitzende Alfred Rost, der zugleich Ortsvorsteher von Lengers ist.

„Wir wissen nicht, ob der Verein es über drei Jahre schultern kann“, begründete Ute Marhold (WGH) die Enthaltungen aus ihrer Fraktion und verwies auf verschiedene Klauseln, nach denen das finanzielle Risiko insbesondere in der Anfangszeit weiter bei der Stadt liege. Deshalb stelle sich die Frage, ob eine Übertragung überhaupt Sinn mache.

Trägerwechsel: Das Gemeinschaftshaus Lengers wird ab kommendem Jahr vom Kegelsportverein „Grün-Weiß“ betreut.

Einig waren sich die Stadtverordneten an diesem Abend, was die Gebäude des Dorftreffs beziehungsweise der Hofreite in Widdershausen betrifft: Nach dem einstimmigen Beschluss soll die Liegenschaft an der Felsenstraße an eine Bieterin aus Widdershausen verkauft werden. Der Preis wurde mit Rücksicht auf die Käuferin während der Sitzung nicht öffentlich genannt.

Keine Mehrheit fand indes ein Antrag der WGH-Fraktion, den Mandatsträgern die Gutachten zum baulichen Zustand des Heringer Bürgerhauses auszuhändigen und diese auf der Städtischen Internetseite zu veröffentlichen.

Sanierungsbedürftig: Ein Antrag der WGH, die Gutachten zum Zustand des Bürgerhauses Heringen zu veröffentlichen, fand keine Mehrheit.

„Schon einmal hat ein sozialdemokratischer Bürgermeister Gutachten, seinerzeit zum baulichen Zustand des Hallenbades, mit verheerenden Folgen gegenüber den Amts- und Mandatsträgern geheim gehalten. Noch einmal sollte das nicht geschehen“, begründete Ute Marhold das Ansinnen der WGH. Nach einem entsprechenden Gutachten seien die Mandatsträger sehr ausführlich mit Informationen versorgt worden, entgegnete der SPD-Fraktionsvorsitzende Alfred Rost. Ein vom Magistrat in Auftrag gegebenes Sanierungskonzept werde noch erstellt: „Wenn es vorliegt,werden sich die Ausschüsse damit beschäftigen. Das letzte Wort hat dann das Stadtparlament“, unterstrich der SPD-Fraktionsvorsitzende. (jce)

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