13. Deutscher Bergmannstag in Essen und Bochung

Kali-Bergleute waren zu Gast im Kohlerevier

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Besuch aus dem Kalirevier: Die Bergkapelle Wintershall bei der Bergparade in Bochum.

Heringen.Bergleute aus Heringen und die Bergkapelle Wintershall waren beim 13. Deutschen Bergmannstag in Essen und Bochum dabei. Dort ging es um den Abschied vom Steinkohleabbau.

Im Abstand von etwa vier Jahren wird in Deutschland ein Deutscher Bergmanns-, Hütten- und Knappentag gefeiert. Dieses höchste Fest der Bergleute, zu dem stets auch viele Gastvereine aus dem Ausland kommen, findet jeweils in einem der deutschen Bergbaureviere statt.

In diesem Jahr fand der 13. Deutsche Bergmannstag in Essen und Bochum, also im Steinkohlerevier an der Ruhr, statt. Das Fest hatte diesmal besondere Bedeutung, denn Ende des Jahres stellen die letzten beiden Steinkohlezechen die Förderung ein. 200 Jahre Steinkohlebergbau an der Ruhr, der Deutschland zu einer der wichtigsten Industrienationen gemacht hat und der nach dem 2. Weltkrieg der wesentliche Faktor für den Wiederaufbau war, sind dann Geschichte.

Eine Gruppe von 30 Teilnehmern aus dem hiesigen Kalirevier fuhr nach Essen, wo der erste Teil des Festes auf der Zeche Zollverein, inzwischen Weltkulturerbe, begangen wurde. Auf dem weitläufigen Zechengelände der bereits in 1986 stillgelegten Anlage fand zum Auftakt ein Sternmarsch aller teilnehmenden Vereine mit Musik- und Spielmannszügen zum zentralen Festplatz auf der Zeche statt.

Das bergmännische Fest war in die jährlich stattfindende „Extraschicht-Nacht der Industriekultur“ integriert, die in allen Städten des Ruhrgebiets gefeiert wird. Das Doppelfest garantierte eine Teilnahme der gesamten Bevölkerung. Im Laufe des weiteren Abends gab es eine Fülle an Darbietungen von bergmännischen Chören, Orchestern, Musik- und Spielmannszügen und bergmännischen Trachtengruppen. Der Tag endete mit einem bergmännischen Zapfenstreich und einer Feuerschau.

Der zweite Teil des Festes fand am folgenden Tag in Bochum statt. Er begann mit einem Gottesdienst im Musikforum Bochum. Daran schloss sich die Bergparade mit 116 Gruppen durch die Innenstadt von Bochum bis zum Deutschen Bergbaumuseum an. Auf dessen Vorplatz endete das Event mit einem geselligen Nachmittag, zu dem ein ausgezeichnetes und interessantes Bühnenprogramm geboten wurde. Das Bundesland Hessen war an dem Fest mit den Bergkapellen Neuhof und Wintershall und weiteren Bergmannsvereinen aus Großalmerode, Neuhof und Borken vertreten, die ebenfalls dem Abschied vom aktiven Steinkohlenbergbau beiwohnen wollten. (red/ks)

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