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Heringer Parlament schafft Voraussetzungen für Erweiterung der Firma Schwabenhaus

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Von: Jan-Christoph Eisenberg

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Links verläuft eine Straße, man sieht das Ortsschild Ortsausgang Lengers, Heringen in Zwei Kilometern. Rechts eine Grünfläche, dahinter das neue Firmengebäude von Schwabenhaus.
Platz für den Häuslebauer: Auf dem Gelände im Vordergrund will die Firma Schwabenhaus ihren Betrieb erweitern. Direkt dahinter befinden sich die neue Firmenzentrale sowie Verwaltungs-und Produktionsgebäude des Fertighausherstellers. © Jan-Christoph Eisenberg

Der Fertighaushersteller Schwabenhaus will seinen Hauptsitz in Heringen erweitern. Gemeinsam mit einem neuen Gesellschafter plant die Firma zusätzliche Produktions- und Büroflächen.

Heringen – Der Fertighaushersteller Schwabenhaus will seinen Hauptsitz in Heringen erweitern. Gemeinsam mit dem neuen Gesellschafter, der Adcuram Group aus München, plant das Unternehmen neben dem bestehenden Firmenareal im Industriegebiet „Waitzau“ im Stadtteil Lengers zusätzliche Produktions- und Büroflächen.

Konkretisieren wollte das Unternehmen seine Pläne gegenüber unserer Zeitung zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht. Dem Entscheidungsprozess der städtischen Gremien solle nicht vorgegriffen werden, hieß es dazu auf Nachfrage aus der Schwabenhaus-Pressestelle.

Mit zwei einstimmigen Beschlüssen hat das Heringer Stadtparlament am Donnerstagabend während seiner Sitzung im Bürgerhaus die ersten Grundlagen für die angedachte Firmenerweiterung gelegt: Mit dem Aufstellungsbeschluss für die Änderung des Bebauungsplans „In der Waitzau“ stießen die Mandatsträger das notwendige Bauleitverfahren an, mit dem die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine weitere Anbindung des Gewerbegebiets an die Landesstraße geschaffen werden sollen.

Außerdem beschloss das Stadtparlament, ein für die Erweiterung benötigtes, insgesamt rund 22 800 Quadratmeter großes Areal des Lengerser Gewerbegebiets an den Fertighaushersteller zu verkaufen. Der Grundstückspreis wurde während der Sitzung nicht öffentlich genannt.

Vor den Abstimmungen hatte Fabian Peter (SPD) das Bauvorhaben des Fertighausherstellers als „Schritt in die Zukunft von Heringen“ bezeichnet. Die Erweiterung der Produktionskapazitäten schaffe Arbeitsplätze, die Stadt generiere Gewerbesteuern und werde attraktiv für Neubürger.

Am Hauptsitz in Heringen produziert Schwabenhaus Fertighäuser in Holztafelbauweise. Das Unternehmen wurde 1966 unter dem Namen Knödler Fertigbau in Fellbach bei Stuttgart gegründet und erwarb 1988 die Produktionsanlagen der insolventen Firma Nordhaus in Heringen. 1997 wurde auch der Hauptsitz ins Werratal verlegt.

In der Kalistadt, wo alle Fertighäuser des Unternehmens hergestellt werden, beschäftigt Schwabenhaus nach eigenen Angaben rund 450 Mitarbeiter. Die Fertighausfirma unterhält zudem 45 Musterhäuser und Verkaufsbüros in Deutschland sowie weitere Niederlassungen in Luxemburg. (Jan-christoph Eisenberg)

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