Gemeinsam um Gäste werben

Heringen tritt Touristischer Arbeitsgemeinschaft Nördliche Kuppenrhön bei

Wollen touristisch ein noch größeres Rad drehen: (von links) Friedewalds Bürgermeister Dirk Noll, Fachbereichsleiter Hermann-Josef Hohmann und die Bürgermeister Andre Stenda (Hohenroda), Daniel Iliev (Heringen), Timo Heusner (Philippsthal) und Carl Christoph Möller (Schenklengsfeld).
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Wollen touristisch ein noch größeres Rad drehen: (von links) Friedewalds Bürgermeister Dirk Noll, Fachbereichsleiter Hermann-Josef Hohmann und die Bürgermeister Andre Stenda (Hohenroda), Daniel Iliev (Heringen), Timo Heusner (Philippsthal) und Carl Christoph Möller (Schenklengsfeld).

Gemeinsam um Gäste werben - Heringen tritt der Touristischen Arbeitsgemeinschaft (TAG) Nördliche Kuppenrhön bei.

Heringen – Die Vulkane der Rhön sind zwar schon vor Millionen von Jahren erloschen, dennoch haben sich die nördlichen Ausläufer des Mittelgebirges jetzt um rund 61 Quadratkilometer ausgedehnt – zumindest in Sachen Fremdenverkehr.

Rückwirkend zum 1. Januar ist die Stadt Heringen der Touristischen Arbeitsgemeinschaft (TAG) Nördliche Kuppenrhön der Gemeinden Friedewald, Hohenroda, Philippsthal und Schenklengsfeld beigetreten. Offiziell besiegelt wurde die Zusammenarbeit am Dienstag bei einer Zusammenkunft der beteiligten Bürgermeister vor dem Heringer Kalimuseum.

Zur Arbeitsgemeinschaft hatten sich die Ostkreis-Kommunen im Oktober 2015 zusammengeschlossen, um zusammen um Gäste zu werben. Gemeinsame Projekte waren bislang unter anderem ein Internet-Auftritt, eine Gäste-Broschüre, eine Radrundtour sowie die Wandermärkte an wechselnden Orten. Informell war in einige dieser Aktivitäten auch Heringen bereits eingebunden. Mit dem Auslaufen einer Landesförderung für die interkommunale Zusammenarbeit sei nun der Weg frei für den offiziellen Beitritt. „Mit Heringen haben wir einen starken Partner dazubekommen“, betont Bürgermeister Dirk Noll. Schließlich verfüge die Stadt durch Hermann-Josef Hohmann, Leiter des Fachbereichs Wirtschaft, Entwicklung und Kultur sowie sein Team, über umfangreiches Tourismus-Knowhow. So ist Heringen bereits in der Werratal-Touristik aktiv. Die versteht sich als Destinationsmanagement für das gesamte Werratal von den Quellen bis zur Mündung und kann deshalb keine lokale Basisarbeit übernehmen. Die wollen die fünf Kuppenrhön-Kommunen nun gemeinsam ausbauen. Vorerst laufen die Fäden der Arbeitsgemeinschaft weiterhin bei Christian Schäfer, Mitarbeiter in der Philippsthaler Gemeindeverwaltung, zusammen. Der erfülle diese Aufgabe „zur vollsten Zufriedenheit“, betonte Dirk Noll. Allerdings zeichne sich ab, dass die touristischen Aktivitäten der nun fünf Kuppenrhön-Kommunen mit zusammen rund 20 000 Einwohnern nicht mehr „im Vorbeigehen“ koordiniert werden können. Um beim Fremdenverkehr noch professioneller zu werden, denken die Ostkreis-Bürgermeister deshalb darüber nach, eine neue Stelle zu schaffen.

Dass nun auch Heringen mit dem Label „Rhön“ um Gäste wirbt, sei keinesfalls aus der Luft gegriffen: Hermann Josef Hohmann verweist dazu auf die Definition des Rhönklubs, nach der das Mittelgebirge bis zum Hönebacher Sattel reiche. Zudem erstrecke sich das Stadtgebiet bei Herfa bis nah an den Fuß des Dreienbergs – der nördlichsten Kernzone des Biosphärenreservats Rhön. (Jan-Christoph Eisenberg)

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