Stellungnahmen noch bis 21. August möglich

Erweiterung geplant: Mehr Platz für die Halde in Heringen

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So soll es aussehen: Die Visualisierung zeigt die geplante Erweiterung der Abraumhalde des K+S-Standorts Wintershall. Unten rechts sind die Fabrikanlagen von K+S erkennbar. 

Die als Monte Kali bekannte Halde am Standort Wintershall des K+S-Werkes Werra in Heringen soll erweitert werden. Die bisherige Haldenfläche reicht laut K+S nur noch bis Mitte 2020.

Deshalb plant der Düngemittelhersteller eine entsprechende Erweiterung um 25,7 Hektar. Hinzu kommen ein 100 Meter breiter Randstreifen, der 16 Hektar umfassen wird, sowie ein Haldenwasserbecken, für das ein Hektar Fläche erforderlich ist. 

Das Vorhaben sei elementar für den Fortbestand des Standortes Wintershall und unverzichtbar für die Aufrechterhaltung der Produktion auch in den nächsten zehn Jahren, argumentiert K+S. Zum Schutzkonzept zählt eine 75 Zentimeter mächtige, mehrschichtige Dichtung unter der Beschüttungsfläche. 

Auf dem Haldentop werden – wie auf der Halde am Standort Hattorf – Polderbecken errichtet, um Niederschlagswasser aufzufangen, bevor es in die Halde eindringt. Da eine Versickerung nicht vollständig vermieden werden könne, würden Brunnen errichtet, mit denen salzhaltige Wässer gefasst werden sollen.

Zu den geplanten Ausgleichsmaßnahmen zählen Nistkästen für Fledermäuse und Vögel, Kunsthorste für Greifvögel sowie Kobel für die Haselmaus. Darüber hinaus ist geplant, im Moor bei Haunetal-Wehrda eine großflächige Feuchtwiesenlandschaft mit Moorvernässung zu entwickeln und Ackerflächen bei Hohenroda-Soislieden in extensive Frischwiesen umzuwandeln. Die für die geplante Erweiterung beanspruchte Waldfläche wurde bereits durch Ersatzaufforstungen vollständig ausgeglichen.

Vor einer Beschüttung steht ein bergrechtliches Genehmigungsverfahren. Die Antragsunterlagen hat K+S im April 2018 erstmals beim Regierungspräsidium Kassel eingereicht. Im Ergebnis der Vollständigkeitsprüfung durch die Behörden wurden die Antragsunterlagen um ein Grundwasserschutzkonzept ergänzt und in einer erweiterten Fassung im Juni 2019 vorgelegt. 

Aktuell kann der Genehmigungsantrag noch auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Kassel eingesehen werden. Es besteht bis zum 21. August die Möglichkeit zur Abgabe von Einwendungen und Stellungnahmen. Im Anschluss folgt ein Erörterungstermin, bei dem die Stellungnahmen und Einwendungen besprochen werden.

Im Nachgang dieses Termins will K+S bereits mit den ersten Vorbereitungen auf der Erweiterungsfläche beginnen – etwa mit dem Bau der der Untergrundabdichtung. Spätestens ab Mitte 2020 soll die neue Haldenfläche nach den Plänen des Unternehmens beschüttet werden. (red/jce)

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