Ausstellung ist noch bis 31. März zu sehen

Kunst ohne Einschränkungen: Werke von Antonius Gulitz im Kalimuseum

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Ausstellung im Kalimuseum: Daniela Kirschner-König, Werner Demme und Daniel Iliev (von links) vor den Werken von Antonius Gulitz. 

Heringen. Werke von Antonius Gulitz zeigt der Christophorus-Verein seit Freitag im Kalibergbau-Museum in Heringen. Gulitz brachte die Kunst ins Werratal. 

Die Ausstellung ist bis Sonntag, 31. März, zu besuchen und wurde am Freitagabend feierlich eröffnet.

In einem Vortrag in der Stadtkirche Heringen zeichnete Werner Demme die Biografie des Künstlers nach. 1956 kam der im Jahre 1903 geborene Antonius Gulitz ins Werratal. Dort unterrichtet er Kunst an der Werratal-Schule und gründete den Heimat- und Verkehrsverein.

Sowohl Demme als auch Daniela Kirschner-König, die Vorsitzende des Christophorus-Vereins, hatten eine persönliche Beziehung zu dem Künstler, dem in diesem Jahr zu seinem 30. Todestag gedacht wird.

Als Mieter im Elternhaus von Daniela Kirschner-König brachte er die Familie dazu, über den Tellerrand hinaus zu schauen und den Blick auf die Welt und ihre Kulturen und Künste zu weiten. Gleiches tat Gulitz auch während seines Kunstunterrichts. „Er versuchte, uns die Freude an der Kunst zu vermitteln. Noten zu geben mochte er hingegen gar nicht gern“, erinnert sich Kirschner-König.

Ähnlich erging es auch Werner Demme, der sein Interesse an Kunst und Architektur dem Künstler aus Heringen zu verdanken hat. Dass Antonius Gulitz bleibenden Eindruck hinterlassen hat, konnte man Referent Demme deutlich anmerken. Mit großer Begeisterung versuchte er, das Auftreten des Künstlers für die Zuhörer zu imitieren. Er musste jedoch einsehen, dass er nie den Enthusiasmus zeigen könnte, wie Gulitz ihn hatte.

Nach der Einführung in der Kirche, die von dem Klarinetten-Ensemble „Blattgold“ aus Obersuhl begleitet wurde, bestaunte man Gulitz Werke im gegenüberliegenden Kalibergbau-Museum. Antonius Gulitz Nachlass überreichte die Stadt Heringen an den Christophorus-Verein.

„Antonius Gulitz brachte die Kultur ins Werratal und der Christophorus-Verein erhält sie weiter“, fand Bürgermeister Daniel Iliev die passenden Worte. In der Ausstellung findet man ein Nebeneinander von Kunststilen vor, das von Expressionismus bis Naturalismus reicht. „Einschränkungen wären bei Gulitz nicht denkbar“, beschreibt Demme die Kunst des Heringers. Weiterhin sagte er: „Freiheit und Unabhängigkeit sind die großen Maxime, die ihn sein ganzes Leben begleiteten.“ Genauso wie die Vielfalt sind auch das offene und sich nach Freiheit sehnende Wesen des Künstlers in der Ausstellung erkennbar.

Öffnungszeiten: Februar: Dienstag bis Freitag 14 bis 17 Uhr, März: Dienstag bis Sonntag 13 bis 17 Uhr.

Von Laura Hellwig

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