Zukunftsvisionen der Stadt und des Umlandes

Ausstellung im Kalimuseum: Heringen im Jahr 2060

Was kommt danach: Vuong Linh Vo (rechts) und seine Kommilitonen Christian Knebel sowie Quang Nam Nguyen haben ein Konzept entwickelt, das Wintershaller Werksgelände nach Beendigung des Bergbaus als Standort für Großrechenzentren zu nutzen. 

Heringen. Eine Ausstellung im Kalimuseum zeigt von Architekturstudenten der TU-Darmstadt entworfene Zukunftsvisionen für die Stadt und das Umland. 

Visionär utopisch aber trotzdem auch bodenständig realistisch bezeichnete Bürgermeister Daniel Iliev Ideen zur Zukunft von Heringen, die seit Freitag auf großformatig illustrierten Skizzen im Werra-Kalibergbau-Museum ausgestellt sind. Entworfen wurden die Zukunftsvisionen von Architekturstudenten der TU-Darmstadt, die diese unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Jörg Dettmar als Seminarabschluss und im Rahmen des seit 2016 laufenden Stadtumbauprogramms erarbeitet haben. Wichtige Impulse dazu gaben auch Heringens Fachbereichsleiter Hermann-Josef Hohmann und sein Team.

So etwa können sich die künftigen Architekten Vuong Linh Vo, Christian Knebel und Quang Nam Nguyen bezogen auf den irgendwann zu Ende gehenden Kalibergbau vorstellen, die frei werdenden Hohlräume unter Tage als Rechenzentren zu nutzen. Die externe Lage biete einerseits genügend Platz für den ständig wachsenden Bedarf an Rechenzentrenkapazitäten und gewährleiste andererseits die hohen Sicherheitsanforderungen für solche Einrichtungen. Dort könnten dann Bergarbeiter in der Wartung und zusätzlich IT-Fachkräfte Beschäftigung finden. Des Weiteren könnte so für Heranwachsende ein neuer attraktiver Bildungszweig geschaffen werden.

In einem anderen Entwurf wollen Anna-Lena-Heid und Lisa-Marie Hendle Heringen zu einer energieautarken Stadt entwickeln. Dazu soll Energie aus allen jetzt bekannten regenerativen Quellen wie Wasser, Wind, Sonne und aus der Tiefe (Geothermie) gewonnen werden. Zudem könnte auch durch Spiel- und Sportgeräte Strom erzeugt und so Kindern die Energiegewinnung deutlich gemacht werden.

Weite Ideenfindungen beschäftigen sich mit der Innenstadtentwicklung und mit Freizeitangeboten. Darüber hinaus ist die Werramühle in verschiedene Konzepte eingebunden.

Die Ausstellung über die Zukunftsvisionen ist während der Öffnungszeiten von Dienstag bis Sonntag von 13 bis 17 Uhr zu sehen.

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