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Andrea Nahles bekommt beim Neujahrsempfang in Heringen einen Fahrstock

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Die „blumige“ Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles mit einem Fahrstock, den sie als Gastgeschenk von Dieter Guderjahn (rechts) erhielt. Torsten Warnecke (SPD-MdL), Staatsminister Michael Roth und Philippsthals Bürgermeister Ralf Orth freuten sich mit Nahles auf das spannende Wahljahr. Foto: Konopka
Die „blumige“ Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles mit einem Fahrstock, den sie als Gastgeschenk von Dieter Guderjahn (rechts) erhielt. Torsten Warnecke (SPD-MdL), Staatsminister Michael Roth und Philippsthals Bürgermeister Ralf Orth freuten sich mit Nahles auf das spannende Wahljahr. Foto: Konopka

Heringen. Der Hessen-Gipfel der Sozialdemokraten in Friedewald bescherte auch den Genossen in Heringen hohen Besuch. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles war am Samstag der „Stargast“ beim traditionellen Neujahrsempfang der SPD Heringen mit Staatsminister Michael Roth im Martin-Luther-Haus, das mit rund 130 Gästen gut gefüllt war. Für den Ortsverein Heringen begrüßte Dieter Guderjahn die Gäste, darunter auch den Landtagsabgeordneten Torsten Warnecke.

In seiner Begrüßung ging Guderjahn auf einige Themen des vergangenen Jahres ein. Er bedankte sich bei allen Helfern und Unterstützern, besonders bei Torsten Warnecke und Michael Roth für ihre unermüdliche Arbeit für die Arbeitsplätze im Werk Werra. Hilfe für die Arbeitsplätze an der Werra erbat Dieter Guderjahn auch von Ministerin Andrea Nahles, die von ihrer Arbeit berichtete. So sprach sie auch über die Rente im Zusammenhang mit Zeitverträgen. „Wie sollen jungen Menschen ihre Lebensplanung gestalten, wenn sie sich immer wieder in Zeitverträgen befinden.“ Einigkeit und gleiche Lebensbedingungen wünschte sie sich „in unserem Europa.“

Arbeitsministerin Nahles ging auch auf das Thema nichtgenehmigte Kurzarbeit im Werk Werra ein. Torsten Warnecke und Michael Roth machten sie auf die Problematik aufmerksam. Nahles versprach, sich umgehend darum zu kümmern, da es bei strukturellen, sowie Umwelt- und genehmigungsproblematischen Angelegenheiten zu einem Versagen des Kurzarbeitergeldes führt. „Das kann nicht sein“, betonte sie. Es klang für die Kalikumpel hoffnungsvoll, dass bei den Problemen an der Werra die Kurzarbeit genehmigt würde, wodurch auch ihre prekäre finanzielle Situation überschaubar bliebe und gemeistert werden könne. Als Gastgeschenk überreichte Dieter Guderjahn Ministerin Nahles einen Fahrstock. Den Neujahrsempfang besuchten auch Gäste aus Herleshausen mit Bürgermeister Burkhard Scheld an der Spitze.

Heringens Bürgermeister Daniel Iliev weilte in Urlaub. Aus seinem langen Grußwort rezitierte Dieter Guderjahn: „Liebe Genossinnen und Genossen, wie Ihr wahrscheinlich unschwer bemerkt habt, bin ich heute gar nicht da. Mein wohlverdienter Jahresurlaub war schon länger geplant. Ihr könnt mir jedoch glauben, dass ich sehr gerne heute bei euch gewesen wäre. (...) Das vergangene Jahr hat uns gelehrt, dass wir wieder näher zusammenrücken müssen. Ein solches Zeichen war ganz klar die Menschenkette zum Erhalt der Kaliindustrie mit mehr als 12 000 Teilnehmern.“

Bei allen Schreckensmeldungen gebe es aber auch gute Nachrichten. Die Förderung und Zuschüsse für die Vereine bleibe. Außerdem sei Heringen in das hessische Programm für Städteumbau gekommen. In den nächsten zehn Jahren flössen Fördergelder, um die Innenstadt fit für die Zukunft zu machen. Dann gab es Buffet bei der SPD. (ko)

Von Ludger Konopka

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