Auch mehrere Brände in Hessen

22-Jähriger aus Kreis-Hersfeld-Rotenburg soll Großbrand in Großensee gelegt haben 

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in 22-jähriger Mann aus Hessen hat laut Mitteilung der Landespolizeiinspektion Gotha eingeräumt, das Feuer in Großenseee, bei dem Sachschaden von über 100.000 Euro entstanden war, gelegt zu haben. 

Großensee. Der Brand in einer Produktionshalle eines metallverarbeitenden Betriebs in Großensee in der Nacht zum 21. Juli ist aufgeklärt.

Ein 22-jähriger Mann aus Hessen hat laut Mitteilung der Landespolizeiinspektion Gotha eingeräumt, das Feuer, bei dem Sachschaden von über 100.000 Euro entstanden war, gelegt zu haben. 

Ermittlungen der Kriminalpolizei in Eisenach zur schweren Brandstiftung und des Polizeipräsidiums Osthessen wegen mehrerer kleinerer Wald- und Wiesenbrände im Bereich Kleinensee hätten auf die Spur des Mannes geführt. So wird der 22-Jährige verdächtigt, zwischen der Ausflugsgaststätte "Bodesruh" und dem Heringer Stadtteil Kleinensee mehrere Brände verursacht zu haben. Am 25., 28., und am 30. Juli wurden laut Mitteilung des Polizeipräsidiums Osthessen Unterholz, Baumstümpfe, trockene Laubhaufen und getrocknetes Gras im Wald beziehungsweise unmittelbar am Waldrand angezündet. "Die Witterung zu dieser Zeit war extrem, es bestand sehr hohe Waldbrandgefahr", erklärt Polizeisprecher Martin Schäfer.

Glücklicherweise seien diese Kleinbrände jeweils rechtzeitig entdeckt worden. Die Feuerwehren löschten die Brandherde -  in einem Fall standen Wald und Wiese bereits auf  200 Quadratmetern in Flammen. Am Dienstag vergangener Woche observierte eine Streife der Polizeistation Bad Hersfeld den betroffenen Bereich und nahm den 22-Jährigen fest, als er gerade einen erneuten Brand legen wollte. Er hatte versucht, einen Laubhaufen im Wald anzuzünden. Außerdem führte der mutmaßliche Täter einen Mofaroller unter erheblichem Alkoholgenuss, sodass er sich einer Blutentnahme unterziehen musste. 

Die nachfolgenden Ermittlungen von Kriminalbeamten aus Bad Hersfeld und Eisenach führten laut Mitteilung der Polizei zum Geständnis und zur vollständigen Aufklärung der Taten. Dass es sich bei dem 22-Jährigen dem Vernehmen nach um ein aktives Mitglied einer Heringer Stadtteilwehr handeln soll, bestätigte die Polizei bislang nicht. Da die Staatsanwaltschaften in Meiningen und Fulda keinen rechtlichen Haftgrund begründeten, kam der Täter bis zu einer möglichen Gerichtsverhandlung auf freiem Fuß. (jce)

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