725 000 Kubikmeter genehmigte Versenkmenge sind ausgeschöpft

Abwasser: Druck auf K+S steigt

Kassel. Der Kasseler Düngemittelproduzent K+S hat die Versenkmenge von 725 000 Kubikmetern Abwasser, die ihm vom Regierungspräsidium für das laufende Jahr zugestanden hatte, aufgebraucht. Das bestätigte das Unternehmen auf Anfrage unserer Zeitung.

Über die Erweiterung der befristeten Versenkerlaubnis, die Ende Dezember ausläuft, gibt es laut Regierungspräsidium (RP) noch keine Entscheidung. Gerüchte, nach denen das RP eine Erweiterung ablehne, dementierte Behörden-Sprecher Harald Merz. „Es wird immer noch geprüft“, sagte er. Der Zeitdruck auf K+S nimmt damit weiter zu. Derzeit sind bereits 1000 Beschäftigte am Standort Hattorf von Kurzarbeit betroffen, weil dort seit Mitte Juni nicht mehr gefördert wird. Nun könnte bald auch der Standort Wintershall betroffen sein. Laut K+S-Pressesprecher Ulrich Göbel entsorgt der Konzern nach Ausschöpfung der 725 000 Kubikmeter Abwasser jetzt über Einleitungen in die Werra beziehungsweise in Rückhaltebecken sowie über vorübergehende Einlagerung im Grubenfeld Springen. Doch auch diese Möglichkeiten seien begrenzt.

„Wenn die Pegelstände der Werra fallen oder das Fassungsvermögen der Rückhaltebecken erschöpft ist, dann ist nicht auszuschließen, dass die Produktion am Standort Wintershall Kurzarbeit eingeführt wird“, sagte Göbel. Davon wären 1000 weitere K+S-Beschäftigte betroffen.

Von Nicole Schippers

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