Platz für etwa 50 Menschen: Kreis nennt Einzelheiten zu geplantem Flüchtlingsheim in Niederjossa

Soll Flüchtlingsunterkunft werden: Das Hotel Eydt am Ortseingang von Niederjossa, das ein Pächter zuletzt unter dem Namen Zur A7 betrieben hatte. Foto: Eisenberg

Niederjossa. Zur geplanten Flüchtlingunterkunft im ehemaligen Hotel Eydt im Niderjossa haben die Verantwortlichen des Landkreises jetzt Einzelheiten bekanntgeben.

Wie der Leiter des Fachdienstes Migration, Frank Hildebrand, auf Anfrage unserer Zeitung berichtete, soll die geplante Unterkunft etwa 50 Menschen Platz bieten. Er bestätigte, dass das an der B62 gelegene Hotel – wie bereits jetzt der Sportgasthof in Ransbach, als zentrale Aufnahmestelle für Flüchtlinge werden soll. Flüchtlinge, die dem Kreis aus den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes zugeteilt werden, sollen zunächst Ransbach und Niederjossa unterkommen. Von dort werden sie auf geeignete Wohnungen im Kreisgebiet verteilt. Dafür benötige man einen Puffer von etwa 14 Tagen.

Die Kapazität in Ransbach reiche alleine nicht aus. Die geplante Einrichtung in Niederjossa solle ähnlich organisiert werden. Der Kreis wolle die Unterkunft selbst mit eigenen Betreuern vor Ort betreiben. Die Bewohner sollen zentral aus einer Küche mit Essen versorgt werden, da die baulichen Gegebenheiten die Installation von Küchenzeilen in die einzelnen Zimmer nicht zuließen, erklärt Hildebrand. Um alle Brandschutzauflagen zu erfüllen, seien zunächst einige Umbauten erforderlich.

Der Fachdienstleiter geht davon aus, dass die ersten Bewohner Anfang April einzeihen können. Noch sei allerdings kein Mietvertrag unterzeichnet. „Wir verhandeln noch mit dem Eigentümer“, erklärt Frank Hildebrand. Auch die Gremien des Kreises hätten noch nicht zugestimmt. „Wir wollten die Gemeinde frühzeitig informieren“, erklärt Hildebrand das Vorgehen des Fachdienstes.

„Für eine Info-Veranstaltung der Gemeinde stehen wir zur Verfügung“, betont der Fachdienstleiter. Einen Termin dafür gebe es noch nicht. (jce)

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