Bürgermeister stellt Nachtrag und Haushalt vor

Verschuldung in Niederaula hat sich in den letzten sieben Jahren mehr als halbiert

Viele Kinder und ihre Erzieherinnen stehen vor der sich noch im Bau befindlichen Kinderkrippe in Niederaula.
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Es geht voran: Im August wurde auf der Baustelle für die neue Kinderkrippe Richtfest gefeiert. Daniel Blöthner

Die Marktgemeinde Niederaula steht finanziell gut da: Bürgermeister Rohrbach stellt den Nachtragshaushalt für das aktuelle Jahr sowie den Haushaltsentwurf für 2022 vor.

Niederjossa – Auf die Niederaulaer Gemeindevertreterinnen und -vertreter kommt in den kommenden Tagen viel Arbeit zu. In den jeweiligen Fraktionen werden nun der Nachtragshaushalt für das aktuelle Verwaltungsjahr sowie der Haushaltsentwurf für 2022 aufgearbeitet.

Beide Entwürfe stellte Bürgermeister Thomas Rohrbach den Kommunalpolitikern während der jüngsten Gemeindevertretersitzung vor. Sie fand am vergangenen Donnerstag im Dorfgemeinschaftshaus von Niederjossa statt.

Der Nachtrag sei nur notwendig, wenn Auszahlungen für bisher nicht veranschlagte Investitionen geleistet werden sollen, erklärte Rohrbach mit Blick auf Projekte, die die Kommune noch über Jahre beschäftigen werden, wie beispielsweise der Neubau für die Niederaulaer Feuerwehr, die Kindertagesstätte im Kernort und den Sportpark Aulatal.

Besonders ein warmer Regen bei der Gewerbesteuer sorge dafür, dass der Haushalt 2021 mit einem leichten Überschuss abschließen werde. Statt der im Ursprungshaushalt kalkulierten Gewerbesteuereinnahme von 1,5 Millionen Euro sind bisher schon 3 112 841 an Gewerbesteuer in die Gemeindekasse geflossen. Der Haushalt für 2020 wies dagegen noch ein Minus von 1,1 Millionen Euro auf. Mit Blick auf den Haushaltsentwurf für das Jahr 2022 merkte der Bürgermeister an, dass trotz des immens hohen Investitionsvolumens die Marktgemeinde in der Lage sei, dies über die vorhandene Liquidation finanzieren zu können. „Nach aktueller Prognose ist das 2023 nicht sicher gewährleistet und wir hätten für den Haushalt 2023 eine genehmigungspflichtige Komponente“, erklärte Rohrbach.

Aktuell sei die Marktgemeinde finanziell sehr gut aufgestellt. „Die Verschuldung hat sich innerhalb von nur sieben Jahren von über 14 Millionen Euro auf bald 6,5 Millionen Euro mehr als halbiert“, rechnete Rohrbach vor. Der Ergebnishaushalt für 2022 schließt im Entwurf demnach mit 12 337 800 Euro sowohl auf der Einnahme-, als auch auf der Ausgabeseite ausgeglichen ab.

Im Finanzhaushalt, in dem auch sämtliche Bauprojekte ausgewiesen werden, hat die Marktgemeinde demnach einen Zahlungsmittelbedarf in Höhe von 6 349 800 Euro. Eine Kreditaufnahme ist nicht vorgesehen. Der Gesamtbetrag von Verpflichtungsermächtigungen zur Auszahlung für Investitionen in den Folgejahren wird auf 6 945 700 festgesetzt. (Mario Reymond)

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