Ein Ort zwischen Brücken

Solms zeigt sich in der Hessenschau als "dolles Dorf"

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Dreharbeiten für das Dolle Dorf in Solms: Pfarrer Werner Ewald bläst das Alphorn für das hr-Team mit Kameramann Bernd Götz und Reporter Jochen Schmidt. Auch die Schwalben werden gefilmt. Im Hintergrund die Autobahnbrücke.

Solms – Die Dorfgemeinschaft funktioniert, auch ohne Ortsbeirat. Das bewiesen die Bewohnerinnen und Bewohner des kleinen Dorfes Solms am Donnerstagabend.

Denn ihr Dorf wurde aus der großen Lostrommel, in der alle hessischen Dörfer mit weniger als 2000 Einwohnern gesammelt sind, während der Hessenschau als „dolles Dorf“ gezogen. Und als das Team des Hessischen Rundfunks anreiste, waren mehr als die Hälfte der etwa 80 Bewohner im Dorfgemeinschaftshaus versammelt.

Gemeinsam überlegten sie, was die Besonderheiten ihres Dorfes sind, die sie gerne zeigen wollen. Da gibt es zum Beispiel das Haus unter der Brücke. Direkt darüber verläuft die Autobahn und jeder Laster verursacht laute Klackgeräusche. Ganz zu schweigen von dem Dauerlärm, der durch den Verkehr verursacht wird. Auf der anderen Seite des Dorfes gibt es eine weitere große Brücke: Dort zischt etwa alle zehn Minuten ein ICE Richtung Norden oder Süden. Diese Lage des an sich idyllischen Dorfes zwischen zwei Fernverkehrsadern wird ebenso Thema des Dorfporträts sein, wie der Mammutbaum im Wald, der offenbar besser mit Trockenheit und Hitze zurechtkommt als die heimische Fichte, oder ein historischer Friedhof im Wald, auf dem sogar ein Minister begraben liegt.

Nicht jedes Dorf wird zudem von einem Pfarrer betreut, der mit dem Alphorn über der Schulter auf dem Fahrrad angefahren kommt. Nicht zuletzt gibt es in Solms ein Radler-Café, in dem Gäste mit köstlich-selbstgebackenem Kuchen bewirtet werden.

Zu sehen ist das alles in der Hessenschau des Hessenfernsehens am Samstag, 31. August, um 19.30 Uhr.

Solms präsentiert sich als dolles Dorf

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