Ortsschild für Patenkompanie: Niederaula in Afghanistan

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Niederaula – „Das ist nicht unbedingt ein Ort für ein lockeres Leben“, kommentierte Niederaulas Bürgermeister Thomas Rohrbach den Einsatz Schwarzenbörner Soldaten in Afghanistan.

„Marktgemeinde Niederaula“ steht auf der einen Seite, „Kundus Afghanistan“ auf der anderen Seite des Ortsschildes, das der Bürgermeister als Zeichen der Wertschätzung und als Erinnerung an die Heimat und die Patenschaft an die Soldaten übergab.

Nicht nur Gefahr für Leib und Leben droht den Soldaten der Niederaulaer Patenkompanie aus Schwarzenborn, auch klimatisch wird der „Ausflug“ eine Herausforderung. Wenn die knapp 60 Männer der 4. Kompanie des Jägerbataillons 1 im Januar ihren Dienst in Kundus antreten, kann es laut Spieß Michael Kliem-Korn nachts schon mal minus 20 Grad kalt sein. Bis zu ihrer Rückreise im Juli oder August dürfte es dann tagsüber 60 Grad heißer sein. Auch der Auftrag der Truppe – Berater und Ausbilder der heimischen Soldaten zu schützen und abzusichern – wird kein Zuckerschlecken. Damit stehen sie in einem der gefährlichsten Einsatzorte in Afghanistan ziemlich einsam an vorderster Front. Trotzdem sei die Stimmung in der Truppe gut, sagt Kompaniechef Andreas Geiß: „Die Jungs freuen sich auf eine aufregende aber auch anstrengende Zeit.“ Sieben Tage die Woche rund um die Uhr werden sie im Einsatz sein, seit mehr als einem Jahr bereiten sie sich auf ihre Aufgaben vor. Dabei sind einige der Soldaten „alte Hasen“ mit mehrfacher Afghanistan-Erfahrung, auf die meisten aber kommt „Neuland“ zu. Am Rande des Flugfeldes soll die Niederaulaer Ortstafel aufgestellt werden, damit sie für jeden (Neu-)Ankömmling sofort präsent ist. Bis es aber soweit ist, können sich die Soldaten erst einmal an einer Auszeit bis zum neuen Jahr im Kreis ihrer Familien erfreuen und auch nach der Rückkehr wartet eine angemessene Erholungsphase auf die Truppe. Bis dahin aber gilt als Primärziel und oberster Wunsch für alle: Gesund wieder nach Hause kommen.

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