Neubau kostet 53.500 Euro

Niederaulaer Parlament bewilligt Zusatzkosten für Treppe

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Gesperrt: Die Verbindungstreppe Breslauer Straße - Am Hängeberg in Niederaula ist kaputt und soll nun erneuert werden.

Niederjossa – Teurer als geplant wird die Erneuerung der Treppenanlage an der Breslauer Straße in Niederaula. Die Gemeindevertreter bewilligten 53.500 Euro.

Bisher waren dafür im Haushalt 45.000 Euro eingeplant, auf Antrag der Bürgerliste Niederaula soll der Betrag nun um 8500 Euro auf 53.500 Euro erhöht werden.Das beschloss das Parlament mit den Stimmen von BLN, Teilen der CDU, sowie jeweils einer Stimme von SPD und Bündnis 90/Die Grünen.

Auf die Ausschreibung hätten sich sechs Bieter gemeldet, deren kostengünstigstes Angebot um 8447 Euro über der Kostenschätzung der Verwaltung gelegen habe, erläuterte Markus Krug von der Bürgerliste. Das Angebot sei trotzdem annehmbar und situationsgerecht, erklärte Krug. Da das Projekt mit Fördermitteln des Landes (KIP) in Höhe von knapp 28.000 Euro gefördert werde, müsste die Gemeinde Niederaula lediglich 25.588 Euro aufbringen. „So günstig kriegen wir die Treppe nie wieder“, sagte Krug.

Deutlichen Widerstand gegen das Treppenprojekt gab es aus der SPD-Fraktion. Walter Weppler stellte grundsätzlich die Notwendigkeit des Neubaus infrage. Die alte Treppe sei kaum genutzt worden und gerade für die meist älteren Besucher der Arztpraxis sei die Treppe zu lang und zu steil. Die KIP-Mittel könnten auch auf andere Projekte übertragen werden. Während der Wintermonate müsse die Treppe weiterhin gesperrt werden, weil weder Anlieger noch die Gemeinde die Räumung von Schnee und Eis gewährleisten könnten.

„Die Treppe wäre nur sinnvoll, wenn dort tatsächlich das Mehrfamilienhaus gebaut würde“, erklärte Weppler und regte an, die Ausschreibung der Treppenlage aufzuheben, bis alle offenen Fragen geklärt seien.

„Die Treppe wird gebraucht“, meinte dagegen Markus Krug. Bürgermeister Rohrbach gab zu bedenken, dass die Anlieger an den Kosten beteiligt würden, da die Treppe nun mehr koste, als ursprünglich geplant, worauf Wolfgang Köhler (Grüne) ihm vorwarf, Nebelkerzen zu werfen. 

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