Benjamin Philipps von Prior Immobilien will bauen

Neue Pläne für Wohnanlage auf dem Gelände der Niederaulaer Brandruine 

Kommt jetzt die Abrissbirne? Der ehemalige Hersfelder Hof in Niederaula soll zehn Jahre nach dem Brand nun verschwinden. Geplant ist, auf dem oberen Teil des Grundstücks zur Gartenstraße hin eine Wohnanlage mit barrierefreien Eigentumswohnungen zu errichten. Foto: Christine Zacharias

Niederaula - Der ehemalige Hersfelder Hof in Niederaula soll zehn Jahre nach einem Brand einer Wohnanlage weichen. 

Seit zehn Jahren ist sie ein Schandfleck mitten in Niederaula: Die Brandruine des ehemaligen Hersfelder Hofes an der Hauptstraße. Zehn Jahre nach dem Feuer soll sie nun abgerissen werden. Auf dem oberen Teil des 2 200 Quadratmeter großen Grundstücks zur Gartenstraße hin, soll eine Wohnanlage mit elf Eigentumswohnungen und einem Penthouse entstehen. Das teilt Benjamin Philipps, Geschäftsführer der Prior Immobilien aus Fulda, auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Der aus Niederaula stammende Immobilienfachmann hat das Gebäude und das dazugehörige Grundstück zwischen Haupt- und Gartenstraße im Dezember 2018 gekauft und will nun gemeinsam mit seinen Geschäftspartnern in der BSP-Projektentwicklungsgesellschaft, dem Architekten Markus Best aus Künzell und Rainer Stein aus Bischofsheim, das Bauprojekt verwirklichen.

Philipps ist nicht der erste, der große Pläne für die Brandruine hat.Mehrere Investoren haben im Verlauf der Jahre ihre Projekte vorgestellt, unter anderem ein Hotel, ein betreutes Wohnen für Senioren oder eine Kombination aus Geschäftsräumen im Erdgeschoss und Wohnungen. Keinem ist es bisher gelungen, die Pläne umzusetzen.

So könnte es mal aussehen: Visualisierung des Gebäudekomplexes in Niederaula von der Gartenstraße aus. Visualisierung: Markus Best Architekten

Benjamin Philipps ist jedoch zuversichtlich, dass ihm das gelingen wird. „Wir klären gerade die Finanzierung und wollen noch dieses Jahr starten“, teilt er mit. Als Niederaulaer wolle er gerne in seinem Heimatort etwas bewegen. Niederaula sei ein attraktiver Standort und es gebe großen Bedarf an Wohnungen, ist Philipps überzeugt.

Geplant sind barrierefreie Eigentumswohnungen mit zwei oder drei Zimmern und einer Größe zwischen 62 und 80 Quadratmetern, erläutert er. Barrierefreie Wohnungen gibt es seines Wissens nach bisher in Niederaula noch nicht. Als Zielgruppe hat Philipps unter anderem ältere Menschen im Blick, denen ihr Einfamilienhaus zu groß geworden ist und die gerne zentral wohnen wollen. „In der Nachbarschaft gibt es alles, was man braucht. Da sind die Wege kurz“, sagt er. Erste Interessenten für Wohnungen gebe es bereits.

Wenn alles läuft wie geplant, dann soll die Brandruine im März oder April abgerissen werden. Die Bauarbeiten für den Neubaukomplex könnten noch in diesem Jahr starten.

Das Gebäude wurde viele Jahre als Gaststätte genutzt, dann war es Unterkunft für Asylbewerber und stand schließlich leer. Zündelnde Jugendliche legten Ende Januar 2009 das Feuer, bei dem der Gebäudekomplex weitgehend zerstört wurde. zac

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