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Radfahren wird an der Gesamtschule Niederaula Teil des Stundenplans

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Ausprobieret und für gut befunden haben die Jungen der neuen Bikeschool an der Gesamtschule Niederaula ihre neuen Mountainbikes. Mit den Jugendlichen freuen sich Lehrkräfte und Sponsoren.
Ausprobieret und für gut befunden haben die Jungen der neuen Bikeschool an der Gesamtschule Niederaula ihre neuen Mountainbikes. Mit den Jugendlichen freuen sich Lehrkräfte und Sponsoren. © Mario Reymond

Niederaula – Eine Mountainbike AG ist seit dem Jahr 2018 fester Bestandteil der Gesamtschule Niederaula (GSN), die sich jetzt sogar Bikeschool nennen darf.

Seinerzeit ins Leben gerufen für Schüler, die über ein eigenes Mountainbike verfügen. Seit dieser Woche ist die Schule aufgrund vieler Unterstützer einen großen Schritt weiter. Jetzt darf sich die GSN offiziell sogar Bikeschool nennen. Damit ist sie im Landkreis Hersfeld-Rotenburg, nach der Gesamtschule Geistal in Bad Hersfeld und der Gesamtschule Schenklengsfeld, die dritte Bikeschool. Federführend engagieren sich an der Gesamtschule Niederaula die Lehrer Adrian von Hubatius und Michael Nöding, die über die zentrale Fortbildungseinrichtung für Sportlehrkräfte des Landes (ZFS) eine notwendige viertägige Fortbildung absolviert haben, für das Mountainbike-Projekt.

Zupacken: In der schuleigenen Fahrradwerkstatt müssen die Schüler ran und defekte Fahrräder selbst reparieren.
Zupacken: In der schuleigenen Fahrradwerkstatt müssen die Schüler ran und defekte Fahrräder selbst reparieren. © Mario Reymond

Während es in den Grundschulen die Radfahrausbildung unter der Leitung der Polizei gibt, fehlen derartige Angebote an den meisten weiterführenden Schulen. Daher wurde im Jahre 2011 der Verein „bikepool Hessen“ mit dem Ziel gegründet, dies zu ändern und das Radfahren an Schulen zu stärken. Mittlerweile gibt es in Hessen mehr als 120 Bikeschools.

Das sei auch wichtig, da von den Kompetenzen, die in der Grundschule erlernt wurden, bei vielen Kindern nur noch wenige vorhanden sind. Sehr viele Kinder hätten keinen Zugang zum Radfahren und verfügten auch nicht über die physischen Voraussetzungen. Ebenso fehle bei vielen heute die Motivation, sich regelmäßig auf ein Fahrrad zu setzen, erklärt Simon Abresch von „bikepool Hessen“.

An der Gesamtschule Niederaula ist nun über „bikepool Hessen“ und andere Partner die Möglichkeit geschaffen worden, das Mountainbikefahren als Wahlpflichtunterricht anzubieten.

Ebenso sei die Schule nun auch in der Lage, Klassenausflüge per Rad anzubieten. Denn 14 neue Mountainbikes sind für die neue Bikeschool angeschafft worden. Und zwar über die AOK Hessen als Partner. Die Krankenkasse steuerte 7548,80 Euro für den Kauf der neuen Räder zur Verfügung. Ein weiterer „Mitstreiter“ ist der Bikestore Friedewald von Daniel Kramer, der auf die bei ihm erworbenen Mountainbikes einen Nachlass von zwanzig Prozent gewährte.

Mit im Boot ist auch die Kreisverkehrswacht Hersfeld-Rotenburg, die 500 Euro für die Ausstattung der schuleigenen Radwerkstatt bereitstellte. Denn eine solche Werkstatt ist neben den geschulten Lehrkräften eine weitere Voraussetzung, um überhaupt in den Genuss des Titels „Bikeschool“ zu kommen.

Mittelfristiges Ziel von „bikeschool Hessen“ ist es, jeden Jugendlichen mindestens einmal während seiner Schullaufbahn intensiv auf dem Fahrrad zu schulen. (Mario Reymond)

Neue Trikots: Die englische Aufschrift „zerschreddern“ auf ihren neuen Fahrradhemden sollten die Schüler nicht allzu wörtlich nehmen.
Neue Trikots: Die englische Aufschrift „zerschreddern“ auf ihren neuen Fahrradhemden sollten die Schüler nicht allzu wörtlich nehmen. © Mario Reymond

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