Leidenschaftliche Debatte

Kunstrasenplatz: Mehrheit in Niederaula dagegen

Wie gewohnt kontrovers und teilweise hitzig hat die Gemeindevertretung in Niederaula am Donnerstagabend über den Haushalt der Marktgemeinde debattiert.
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Wie gewohnt kontrovers und teilweise hitzig hat die Gemeindevertretung in Niederaula am Donnerstagabend über den Haushalt der Marktgemeinde debattiert.

Wie gewohnt kontrovers und teilweise hitzig hat die Gemeindevertretung in Niederaula am Donnerstagabend über den Haushalt der Marktgemeinde debattiert.

Dabei konnte die Listenverbindung aus BLN, CDU und Grünen wie angekündigt einige gravierende Änderungen im Haushaltsentwurf von Bürgermeister Thomas Rohrbach durchsetzen.

So wurde unter anderem die Rückzahlung von Straßenbeiträgen beschossen, was Thomas Köhl von der BLN als „Zeichen für die Bürger“ verstanden wissen wollte. Probleme mit der Kommunalaufsicht befürchte er deshalb nicht.

Zudem wurden mehrere Tiefbauprojekte zurückgestellt – ungeachtet der Warnung des Bürgermeisters, damit den Bau des neuen Kindergartens „An der alten Leimkaute“ zu gefährden, weil die notwendigen Versorgungsleitungen fehlen und Fördermittel verfallen.

Debatte über Kunstrasenplatz

Geradezu leidenschaftlich wurde über die Errichtung eines Kunstrasenplatzes gestritten, dessen geplante Förderung mit 50 000 Euro mit den Stimmen von BLN, CDU und Grünen aus dem Haushalt gestrichen wurde. 

Mirko Siewert von der CDU vermisste unter anderem ein Nutzungs- und Finanzierungskonzept und warnte vor hohen Folgekosten. Ohnehin sollten Kinder bei Minus-Temperaturen besser in der Halle als auf einem Kunstrasenplatz im Freien spielen, erklärte Siewert.

Wolfgang Köhler von den Grünen äußerte schon aus Gründen des Umweltschutzes Zweifel an Kunstrasenplätzen. Für die BLN sah Holger Grötzner „viele offene Fragen“ und befürchtete eine „ungerechte Bevorzugung eines Vereins“.

Kunstrasenplatz: Noch Klärungsbedarf

Für die SPD erklärte Benjamin Patzelt beim Kunstrasenplatz gebe es zwar noch „Klärungsbedarf“, er warnte aber davor, das Projekt durch die Herausnahme aus dem Haushalt „im Keim zu ersticken“.

„Das sind fadenscheinige Argumente und ein Tritt in den Hintern aller Sportvereine“, konterte Bürgermeister Rohrbach die Kritik von BLN, CDU und Grünen. 

Sogar das Ministerium betrachte das Kunstrasen-Vorhaben als Leuchtturmprojekt, von dem eine große Zahl von Sportlern in der Gemeinde profitieren würden. Den Kritikern von BLN, CDU und Grünen warf Rohrbach vor, den Kunstrasenplatz für die Rückzahlung von Straßenbeiträgen zu opfern.

Immerhin in einem Punkt gab es zum Abschluss der Sitzung Einigkeit: Einstimmig wurde der 13. September zum Termin für die Bürgermeisterwahl bestimmt. Eine Stichwahl könnte am 27. September stattfinden.

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