Munition an Unfallstelle gefunden

Aufwendige Bergung nach Lkw-Unfall auf A7 bei Niederaula - Munition an Unfallstelle gefunden

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Niederaula. Ein Lkw ist auf der A7 bei Niederaula in Fahrtrichtung Norden in der Nacht zu Donnerstag eine Böschung heruntergestürzt und auf dem Dach liegen geblieben. Die Bergung zog sich bis in die Nacht.

Aktualisiert: 13. Juli, 7 Uhr - Der Unfall ereignete sich zwischen der Raststätte Großenmoor und der Anschlussstelle Niederaula. Der Sattelzug walzte über hundert Meter Leitplanke nieder, stürzte dann die Böschung hinunter und kam auf dem Dach zum Liegen. 

Der Lkw-Fahrer befuhr die Autobahn 7 in Richtung Norden auf dem rechten Fahrstreifen. Gegenüber der Polizei gab er an, dass eine Rotte Wildschweine die Straße überquert habe und er deshalb von der Fahrbahn abgekommen sei. 

Im Folgenden beschädigte er die Leitplanke auf einer Länge von gut 100 Metern, riss sich einen Tank auf und rutschte die Böschung hinunter. Am Ende des Hangs kam der mit Holztafeln beladene Sattelzug auf dem Dach zum Liegen. Der Fahrer hatte Glück und wurde nur leicht verletzt. 

Eine Rotte Wildschweine war im Weg: Nach Angaben des Fahrers hatte er versucht, den Tieren auszuweichen. Dabei sei er von der Fahrbahn abgekommen, eine Böschung hinuntergerutscht und auf dem Dach liegen geblieben. 

Aufwändige Bergung mit zwei Kränen

Für die umfangreichen Bergungsarbeiten musste am Donnerstagabend die A7 zwischen Hünfeld und Niederaula in Fahrtrichtung Norden ab 19 Uhr für einige Stunden voll gesperrt werden. Weil der Lkw so weit hinten in der Böschung lag, wurden gleich zwei Autokräne angefordert, um die Zugmaschine und den Sattelauflieger zu bergen. Gegen 23 Uhr wurde die Vollsperrung wieder aufgehoben und ein Fahrstreifen war wieder frei. Die Bergungsarbeiten waren laut Autobahnpolizei Petersberg gegen 3 Uhr beendet.

Der Verkehr wurde während der Arbeiten an der Abfahrt Hünfeld abgeleitet. Die Rastanlage Großenmoor musste gesperrt werden. Autofahrer, die dort angehalten hatten, konnte erst nach 22 Uhr weiterfahren. Zeitweise bildeten sich laut Autobahnpolizei ein Stau über fünf Kilometer. 

Wegen der geringen Menge ins Erdreich gelaufenen Diesels wurde die zuständige Wasserschutzbehörde hinzugezogen. Ein Auto, das an der Unfallstelle vorbeifuhr, wurde durch ein auf der Fahrbahn liegendes Metallteil leicht beschädigt. 

Scharfe Munition an Unfallstelle gefunden

Einen kurzen Schreckmoment gab es während der Aufräumarbeiten: Nach Informationen von TVNews Hessen fand ein Mitarbeiter auf dem Standstreifen ein überfahrenes Pistolenmagazin und zehn Schuss scharfe Munition. Der brisante Fund wurde demnach vorsichtig eingesammelt und der Polizei übergeben. Wie die Munition an die Unfallstelle gekommen ist, konnte vor Ort nicht geklärt werden. Hier ermittelt jetzt die Autobahnpolizei. Diese hat am Freitagmorgen dazu keine näheren Angaben gemacht. 

rg/sib/TVNews Hessen

Quelle: HNA

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