Fläche neben der Kirche 

Leben mitten im Dorf: Niederaulaer sammelten Ideen für eine Platzgestaltung

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Ortstermin in Niederaula: Gemeinsam mit Moderator Dr. Michael Glatthaar (3.von rechts) überlegten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops, wie der Platz der Kirche in der Dorfmitte gestaltet werden könnte. 

Ein lebendiger Dorfmittelpunkt soll auf der Freifläche neben der evangelischen Kirche in Niederaula geschaffen werden. 

Einen lebendigen Dorfmittelpunkt, das wünschen sich viele Niederaulaer und auch Pfarrer Werner Ewald und Vertreter der evangelischen Kirche in Niederaula. Dazu besteht jetzt die Gelegenheit. Nach dem Abriss des Gebäudes von Kindergarten und Diakoniestation steht direkt neben der Kirche ein freier Platz zur Verfügung. Und mit dem Programm „Dorfmoderation“ gibt es Fachleute, die den Planungs- und Gestaltungsprozess begleiten: Dr. Michael Glatthaar und Raphael Schucht vom Büro proloco aus Bremen und Göttingen.

Schon bei der Auftaktveranstaltung im März waren Ideen für einen neuen Dorfplatz gesammelt worden: Ein Treffpunkt soll er sein, wo Menschen aller Altersgruppen gerne zusammenkommen. Dazu werden ansprechende Sitzmöglichkeiten benötigt, Spielgeräte für kleine und größere Kinder und vielleicht auch Erwachsene, ein Wetterschutz, wie zum Beispiel ein Pavillon, und Toiletten. Der Eulenmarkt könnte auf dem Platz stattfinden, vielleicht auch als Feierabendmarkt, Weihnachts- und Ostermärkte wären denkbar.

Schön fänden die Teilnehmer des Workshops ein Café oder Bistro, in dem man sich einfach treffen und gemeinsam etwas trinken könnte. Allerdings, so machten sie deutlich, sollte durch ein neues Angebot keinesfalls die bestehende Gastronomie gefährdet werden.

Auch kulturelle Veranstaltungen könnten sich die Niederaulaer vorstellen: Konzerte, gerne auch im Freien, von Chören oder Musikensembles, Foto- oder Kunstausstellungen, Theater.

Immer wieder im Gespräch war auch ein neu zu bauendes Mehrzweckgebäude, das für all diese Zwecke zur Verfügung stehen könnte. Bedarf gebe es in Niederaula auch für einen Jugendraum, merkte Jugendarbeiterin Lydia Wagner an, einen Raum, in dem Jugendliche sich treffen könnten, ohne gleich Ärger zu bekommen, weil sie zu laut sind.

Es gab Mahnungen, den Platz als Platz wirken zu lassen und ihn nicht vollzustellen, aber auch den Hinweis, dass Gemütlichkeit nur entstehe, wenn es geschützte Bereiche gebe.

Unabhängig von dem Workshop gibt es auch in der Kirchengemeinde, die Eigentümerin der Fläche ist, Überlegungen, wie der Platz genutzt werden könnte, deutete Pfarrer Werner Ewald an. „Die Kirche steht seit Jahrhunderten mitten im Dorf. Da sind ganz viele Dinge denkbar und möglich. Wir sind offen für Diskussionen“, erklärte er.

Pläne gibt es auch von Anliegern, die darüber nachdenken, ihr Anwesen umzubauen. Ohne konkret zu werden, war die Rede von kleinen, seniorengerechten Wohnungen.

Mit der Aufgabe, sich über funktionierende Platzkonzepte andernorts zu informieren, gingen die Workshopteilnehmer nach einem anregenden Abend nach Hause. Nächster Termin ist am 17. Juni um 19 Uhr, dann gemeinsam mit dem Workshop „Sicherung der Versorgung und Leerstand“.

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