Diskussion um Standort für Kinderkrippe geht weiter

Kirchenvorstand Niederaula: Kinderkrippe im Kirchweg möglich

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Der Platz neben der Kirche in Niederaula steht nach Angaben des Kirchenvorstands noch immer für den Bau einer neuen Kinderkrippe zur Verfügung.

Niederaula. In der Diskussion um den Standort für eine neue Kinderkrippe in Niederaula hat sich jetzt der Kirchenvorstand zu Wort gemeldet.

In ihrer jüngsten Sitzung hatte die Gemeindevertretung von Niederaula am 24. August den Flächennutzungs- und Bebauungsplan für das Gebiet „An der Leimkaute“ abgelehnt. Dort sollte nach dem bisherigen Wunsch des Parlaments eine Fläche für den Gemeinbedarf ausgewiesen werden, auf der sowohl die neue Kinderkrippe entstehen könnte, als auch bei Bedarf eine neue Rettungswache für das DRK oder ein neues Feuerwehrhaus für die beengt untergebrachte Freiwillige Feuerwehr.

Das Votum gegen die letzte Stufe der Bauleitplanung war denkbar knapp gefallen. Es gab eine Patt-Situation mit 14 Stimmen von BLN, Grünem und drei CDU-Vertretern gegen die Pläne und 14 der SPD und zwei CDU-Abgeordneten dafür.

In der Folge hatten sich die Kindergartenleiterin Doris Krotzky und ihr Team für ihren Wunschstandort Leimkaute starkgemacht. Auch die Fraktionsvorsitzenden und Eltern hatten sich zu Wort gemeldet.

Grundstück am Kirchweg steht noch zur Verfügung

Der Kirchenvorstand weist nun darauf hin, dass seinen Wünschen nach noch in diesem Jahr Richtfest für eine neue Kinderkrippe hätte gefeiert werden können, wenn es denn bei dem ursprünglichen Plan geblieben wäre, die Einrichtung auf dem Platz neben der Kirche zu bauen. Der Kirchenvorstand „stellte das Grundstück neben der Kirche im Rahmen eines Erbbaupachtvertrages ohne Zins für den Neubau der Kinderkrippe zur Verfügung. Damit entsprach er dem Wunsch und dem Mehrheitsbeschluss der Gemeindevertretung, eine zukunftsfähige Lösung nur mit einem Neubau im Kirchweg verwirklichen zu wollen“, heißt es in der Pressemitteilung. Damit könne man auch dem weiteren Ausbluten des Ortskerns entgegenwirken.

Der Kirchenvorstand zeigt sich überrascht vom „plötzliche Sinneswandel zu weit teureren Alternativen“ und weist darauf hin, dass die Lösung Krippenneubau im Kirchweg auch nach den Diskussionen der vergangenen Monate noch möglich sei. „Sie ist mit großem Abstand die kostengünstigste Variante des Neubaus der Kinderkrippe. Hier kann sofort mit dem Bau begonnen werden. Die Variante Krippenneubau im Kirchweg ist, entgegen anderslautenden Behauptungen, durchaus erweiterungsfähig“, heißt es in der Pressemitteilung. Sie sei auch die Lösung mit den geringsten ökologischen Auswirkungen und Risiken.(zac)

Mehrheit für Aufstellung

Die Gemeindevertretung war zuvor mehrheitlich von der ursprünglich geplanten Neubauvariante im Kirchweg abgerückt, weil aus der Bevölkerung der Wunsch laut wurde, den nach Abriss des alten Kindergartens entstandenen Platz auch als solchen zu nutzen. Mit breiter Mehrheit (24 Ja-Stimmen bei vier Ablehnungen) hatte das Parlament im Januar für die Aufstellung des Flächennutzungs- und Bebauungsplanes „An der alten Leimkaute“ votiert. (red/zac)

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