Enttäuscht über Parlamentsbeschluss

Kindergartenleitung sammelt Unterschriften für das Bauprojekt Kinderkrippe

Der rot markierte Bereich sollte am Fläche für den Gemeinbedarf aufgewiesen werden. Dort war der Bau einer neuen Kinderkrippe in Niederaula geplant

Niederaula. Mit einem offenen Brief wendet sich Kindergartenleiterin  Doris Krotzky,  an die Gemeindevertreter und bittet sie, ihre Entscheidung zu revidieren.

Die Fraktionsgemeinschaft aus BLN, CDU und Grünem  hatte in der Sitzung am vergangenen Freitag mit ihrer Ablehnung von Flächennutzungs- und Bebauungsplan für das Gebiet „An der alten Leimenkaute“ den geplanten Neubau der Kinderkrippe haben platzen lassen.

 Sie sei sehr enttäuscht gewesen von dieser Entscheidung, schreibt Krotzky und wirft den Parlamentariern vor. den Fraktionszwang über das Wohl der Kinder zu stellen und aus Prinzip dagegen zu sein. Der Standort an der Leimenkaute sei der Wunsch-Standort des Kindergartenteams gewesen, betont Doris Krotzky. Dort gebe es ausreichend Platz für ein viergruppiges Gebäude und entsprechende Parkplätze. Auch ein schönes Außengelände könne dort in ruhiger Umgebung entstehen, die Natur sei direkt vor der Tür.

In alle Überlegungen einbezogen

 Kindergartenleitung und Krippenteam seien in alle Überlegungen und Planungen miteingezogen gewesen, betont Krotzky und dankt ausdrücklich Bürgermeister Thomas Rohrbach und Bauamtsleiter Heiko Reuber für die bisher investierte Zeit und Arbeit, um das Bauprojekt so optimal wie möglich zu gestalten. 

Doris Krotzky schildert die Vorgeschichte des Kinderkrippenprojekts und macht deutlich, dass der am Kirchplatz zur Verfügung stehende Platz nicht ausreichend sei, um dort eine Einrichtung mit vier Gruppenräumen zu bauen. Die vierte Gruppe sei nötig, um der Nachfrage dank steigender Geburtenzahlen und Zuzügen nach Niederaula gerecht zu werden. 

Die Unterbringung der Kindergartenkinder aus dem Kirchweg im Bürgerhaus in der Bahnhofsstraße sei eine zeitlich begrenzte Übergangslösung, macht Krotzky deutlich. Erzieherinnen und Kinder fühlten sich dort zwar sehr wohl, doch sei das fehlende Außenspielgelände ein großer Nachteil. Zum Spielen im Freien gingen die Kinder aus der Bahnhofstraße dann in die Schlitzer Straße, wo etwa 170 Kinder von einem bis sechs Jahren herumtobten. Roller, Rädchen und andere Fahrzeuge habe man verbieten müssen, um die Unfallgefahr für die Krippenkinder zu reduzieren.

Selbst ein Bild machen

 „Die Vertreter der gemeindlichen Gremien sollten einmal zu uns in den Kindergarten kommen und sich selbst ein Bild von der Situation machen!“, lädt Doris Krotzky ein. Eingeladen habe sie schon mehrmals, gekommen sei bisher niemand.

 Die Kindergartenleiterin erinnert die Parlamentarier daran, dass sie die Pflicht hätten, die Gemeindeglieder in wichtigen Entscheidungen zu vertreten und bittet sie, ihre Entscheidung zu revidieren, persönliche Animositäten zu unterlassen und den Weg für eine Kinderkrippe in der Leimenkaute freizumachen. Dazu ist auch eine Unterschriftensammlung gestartet worden. (zac)

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