Jubel, Trubel und Heiterkeit

Jubiläumskonfetti an der Jossa: Jäscher Narren feierten 100 Jahre Sportverein

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Knallharte Cowboys: Die Jäscher Sauwäntzt ließen den Wilden Westen wieder aufleben.

Der Konfettiregen im Dorfgemeinschaftshaus in Niederjossa verbreitete Jubel, Trubel und Heiterkeit: Die Karnevalisten feierten das 100-jährige Bestehen des SV Niederjossa. 

Die „Original Jossataler“ geben schon seit 20 Jahren ihre Gassenhauer zum besten und „Chronist“ Martin Allendorf rollte die Geschichte des Vereins noch einmal auf.

Die kleinen und großen Narren des SV hatten sich am Wochenende im Dorfgemeinschaftshaus Niederjossa versammelt, um den 100. Geburtstag des Vereins unvergesslich zu machen, denn es wird das letzte Jubiläum des Vereins in dieser Form sein.

Ab diesem Jahr wird die Seniorenmannschaft zusammen mit dem TuSpo Breitenbach den neuen SG Blau-Weiß bilden. Chronist Martin Allendorf ließ deshalb die jüngsten Geschehnisse vor der Fusion noch einmal Revue passieren. „Ich erinnere mich von an den Sieg des SV gegen den SV Heenes und obwohl wir in der Kreisoberliga bleiben, wird Christian Pfeiffer sehr vermisst,“ fasste der „Chronist“ zusammen. Auch auf den Hessentag blickte Allendorf zurück. Der ganze Stolz der „Jäscher“, ein Karnevalsfestwagen von Heinz Dietz, wurde sogar extra im Fernsehen ausgestrahlt, erinnerte sich Allendorf. Auch im regionalen TV sind die Jäscher präsent. In eingespielten Werbespots des „TV-Teams“ zeigten die Narren Landwirte beim „Paarschippen“ und Rentnerinnen beim Zwiegespräch mit Saugroboter Fritz.

Mit der Technik haderten auch „Die Nickel“. Mit Alexa aus China hatten Thorsten Ludwig und Matthias Reiss noch ein Huhn zu rupfen. Nicht ganz geklärt werden konnte auch der Menschauflauf in Frau Hoppenstedts Wohnung. Neben den bekannten Vertretern für Staubsauger und Wein hielten auch ein Bofrost-Verkäufer und eine wilde Partymaus Einzug in die lustige Wohnzimmersause. Darüber freute sich nicht nur das Publikum. Auch die Moderatorinnen Jana Seel und Michaela Ludwig hatten großen Spaß an den bunten Sketchen und energiegeladenen Tanzeinlagen zum Jubiläumsabend. Den feierten auch die Kleinsten mit und so nahmen die Jäscher „Sauwäntzt“ das Publikum an die Hand und machten sich auf, um eine Reise in den Wilden Westen zu unternehmen. Am Klavier und hinter der Saloon-Theke warteten die knallharten Cowboys auf die großen Herausforderungen des Westens. Auf Steckpferden eroberten sie den Saal und hatten einige Komplimente für Trainer Dirk Harbusch und Björn Schaake im Gepäck. Auch die Garde mit ihrem Schlagermedley und die Happy Girls, die als Meerjungfrauen mit einem weißen Hai aus den tiefen der Ozeane auftauchten, eroberten die Bühne wie echte Tanzprofis. In stürmische Meere stach dann die Schlumpfengarde 2.0, mit ihrem Tanz zum Thema „Fluch der Karibik“. Filmreif wurde es beim Auftritt der „Dancing Girls“. Die Tänzerinnen folgten, wie im Film „Die Monster AG“, als bunte Kreaturen verkleidet und mit zerzaustem Fell, schlafenden Kindern in ihre Träume. Aus dem Albtraum heraus und in eine Traumwelt hinein retteten die „Starletts“ das Publikum. Die Tänzerinnen verwandelten die Bühne kurzerhand in einen Rummelplatz und zogen zwischen Bonbonballons von einem lebenden Karussell zum nächsten. Doch Süßigkeiten und Fahrspaß reichte den Jäscherinnen nicht.

Was Frauen tatsächlich wollen zeigte deshalb die Tanzgruppe „Changes“. Anstatt den Haushalt zu führen und sich um den faulen Ehemann zu kümmern, schmissen die Tänzerinnen den Staubwedel hin und stießen auf Frauenpower an. Auch die Cheerleader der Tanzgruppe „Black Motion“ gaben auf der Bühne alles und die Astronautinnen von „The Differenz“ eroberten nicht nur die Bühne, sondern auch gleich die Tische des Publikums mit. Hoch hinauf wagten sich die Jossaflöckchen. Das Männerballett erklomm steile Berge und traf auf eine selbstbewusste Heidi, die sich auch nicht von „Mountainman“ im roten Cape umgarnen ließ. Ganz überzeugend waren dagegen die Stars der Hitparade.

„Michi“ und den „jungen Wilden“ flogen die Herzen und die Unterhosen der Zuschauerinnen entgegen. Wie bei richtigen Rockkonzerten konnten sich die Groupies nicht beherrschen und so stürmten die Fans die Bühne, um mit ihren Stars bis zum Morgengrauen zu feiern. kh

Alaaf zum ausverkauften Jubiläum in Niederjossa

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