Land fördert interkommunale Zusammenarbeit

Gemeinsame Klärschlamm-Entsorgung: Niederaula ist auch dabei

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Nahmen den Förderbescheid für die interkommunale Zusammenarbeit entgegen: von links die Bürgermeister Simon Sauerbie r, Hans-Jürgen Schäfer und Thomas Rohrbach, Regierungspräsident Christoph Ullrich sowie die Bürgermeister Olaf Dahlmann und Matthias Kübel und Frank Jahn von den Schlitzer Stadtwerken.

Niederaula – Mit 100 000 Euro fördert das Land die interkommunale Zusammenarbeit zur Klärschlammentsorgung in Schlitz. Dort sollen dann auch Schlämme aus Niederaula entsorgt werden.

Das Schlitzer Klärwerk im Stadtteil Hutzdorf soll künftig auch Klärschlämme aus Niederaula und Burghaun sowie aus dem Zweckverband Gruppenklärwerk Bad Salzschlirf-Wartenberg verarbeiten. Regierungspräsident Christoph Ullrich übergab jetzt im Schlitzer Rathaus den Förderbescheid.

Frank Jahn, technischer Leiter der fürs Klärwerk zuständigen Stadtwerke, erklärte, die Kosten für jede einzelne beteiligte Kommune würden durch die interkommunale Zusammenarbeit um mindestens 15 Prozent gesenkt. Jährlich fielen für die endgültige Entsorgung des Klärschlamms aller Kooperationspartner rund 150 000 Euro an Kosten an.

Nach den Worten des Schlitzer Bürgermeisters Hans-Jürgen Schäfer befanden sich Abwasser und Klärschlamm ursprünglich nicht im Katalog des Landes für interkommunale Zusammenarbeit. Das sei durch viele Gespräche geändert worden. Regierungspräsident Ullrich erklärte: „Ich bin ein großer Freund von interkommunaler Zusammenarbeit.“ Kleine Kommunen hätten oft Schwierigkeiten, mit wenig Personal und Infrastruktur das wachsende Aufgabenspektrum zu bewältigen. Bei einzelnen Aufgaben könnten sie deshalb zusammenarbeiten, um sie für die Bürger besser und kostengünstiger zu erledigen. Die Ansprechpartner für die Bürger müssten indessen Verwaltung und Politik der eigenen Kommune bleiben.

Vom Land würden solche Kooperationen erheblich gefördert. Die Zusammenarbeit zur Klärschlammentsorgung in Schlitz erstrecke sich über zwei Landkreise, so Ullrich. Schäfer fügte hinzu, dass Gemeinden aus zwei Regierungsbezirken beteiligt seien.

Die Entsorgung von Klärschlamm sei durch Gesetzesänderungen schwieriger geworden, betonte Hans-Jürgen Schäfer. Für die Schlitzer Anlage ist laut Schäfer ein zweites Blockheizkraftwerk geplant und eine Verbrennung mit Phosphat-Rückgewinnung. Damit werde die Anlage vollkommen autark. Nach Schäfers Worten ist das ein Pilotprojekt für eine Anlage dieser Größenordnung. Es werde rund sechs Millionen Euro kosten.

An der Übergabe des Förderbescheids nahmen auch die Bürgermeister Thomas Rohrbach (Niederaula), Simon Sauerbier (Burghaun), Matthias Kübel (Bad Salzschlirf) und Olaf Dahlmann (Wartenberg) teil.

Von Martin G. Günkel

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