Streit um Standort für Kinderkrippe und Bauleitplanung

Feuerwehr Niederaula fühlt sich als Spielball der politischen Parteien

Niederaula. In der Diskussion um den Standort für eine neue Kinderkrippe in Niederaula und die dafür notwendige Bauleitplanung meldet sich nun die Freiwillige Feuerwehr zu Wort.

Die Listenverbindung aus BLN, CDU und Grünem hatte den Flächennutzungs- und Bebauungsplan in der jüngsten Sitzung unter anderem mit dem Hinweis abgelehnt, dass ein Teil der Fläche möglicherweise für einen Neubau einer Feuerwache genutzt werden solle, die die Gemeinde kein Geld habe. SPD und zwei CDU-Mitglieder hatten für die Planung gestimmt.

„Wir fühlen uns als Feuerwehr nicht nur zu Unrecht in den Mittelpunkt der Diskussion gestellt, sondern auch als Spielball von politischen Parteien und Fraktionen missbraucht!“, heißt es in einer Pressemitteilung der Wehrführung. 

Richtig sei, dass der Kommune natürlich Kosten durch eine Freiwillige Feuerwehr entstünden. Allerdings, so Mike Völker, der stellvertretende Gemeindebrandinspektor der Feuerwehr Niederaula, sei die Feuerwehr nur für deren Mitglieder freiwillig, nicht aber für die Kommune. Die müsste für eine Berufsfeuerwehr ein Vielfaches ausgeben. „Somit spart eine Feuerwehr, die aus Freiwilligen besteht, mehr als dass sie tatsächlich kostet“, betont Völker. 

Die Wehrführung weist außerdem darauf hin, dass es eine „Stellplatzproblematik“ für die Fahrzeuge gebe, die auch im aktuellen Bedarfs- und Entwicklungsplan der Feuerwehr (Stand November 2016) angesprochen werde: „Mittel- bis langfristig wird man dafür eine Lösung finden müssen.“ Das sei aber nicht das Thema der Gemeindevertretersitzung gewesen, in der es vorrangig um einen Standort für eine neue Kinderkrippe gegangen sei. Es sei auch ganz sicher nicht die Schuld der Feuerwehr, dass kein Standort für eine neue Kinderkrippe gefunden werden konnte.

 „Wir appellieren daher an alle Gemeindevertreter, zu einer sachlichen und zielführenden Diskussion um einen Standort für die dringend benötigte neue Kinderkrippe zurückzukehren, damit endlich den ErzieherInnen und auch den Eltern bestmögliche Voraussetzungen für die Betreuung unserer kleinsten Einwohner der Marktgemeinde geschaffen werden können“, betont die Wehrführung. (red/zac)

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