Streit um Bauleitplanung in Niederaula

Bürgermeister Rohrbach will weiteren Schaden abwenden

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Thomas Rohrbach

Niederaula. Der Streit um die Bauleitplanung in Niederaula geht in eine neue Runde. Pünktlich zur Sitzung der Gemeindevertretung hat sich Bürgermeister Rohrbach zu Wort gemeldet.

Thomas Rohrbachhat gegen den Parlamentsbeschluss vom 24. August, mit dem das Bauleitplanungsverfahren für das Gebiet „An der alten Leimkaute“ gestoppt wurde, Widerspruch eingelegt und um einen zusätzlichen Sitzungstermin heute Abend (20 Uhr, DGH Hattenbach) gebeten.

In einer Pressemitteilung äußert er scharfe Kritik an den Verhinderern des Bauleitplanverfahrens. So erinnert er den Fraktionssprecher der geteilten CDU daran, dass gerade die CDU immer die Kinderkrippe auf der grünen Wiese gefordert und den Kirchplatz abgelehnt habe. Die CDU hatte in einer Pressemitteilung erklärt, ihr Abstimmungsverhalten sei die Konsequenz aus dem Votum von April. Damals hatten jedoch 24 Gemeindevertreter aus allen Fraktionen für das Verfahren gestimmt.

Der Aussage der BLN, das Rote Kreuz scheide als potenzieller Käufer der zweiten Fläche an der Leimenkaute aus und es könne auch kein Geld für eine mögliche Feuerwache an diesem Standort zur Verfügung gestellt werden, hält Rohrbach entgegen, dass ein von einem Mitglied der Bürgerliste im Bauausschuss vorgelegter Kriterienkatalog umfassend bearbeitet worden und ein klares Votum zugusten des Standortes Leimenkaute gegenüber dem Kirchplatz und dem Standort „An der Mulde“ ergeben habe.

„Der Bedarfs- und Entwicklungsplan der Marktgemeinde Niederaula weist auf deutliche Platzdefizite im Feuerwehrhaus Niederaula hin, die mit einem Umzug der Rettungswache abgemildert, aber nicht behoben werden könnten (fünf Fahrzeuge, aber nur drei Stellplätze und 55 Umkleidespinde gemeinsam für Damen und Herren in einem beengten Raum)“, stellt Bürgermeister Rohrbach fest. Für 2019 habe der Technische Prüfdienst sein Kommen bereits angekündigt.

Als „unrühmlichen Höhepunkt“ bezeichnet Rohrbach die Stellungnahme des Kirchenvorstandes, in der von „nicht ernstgenommen Gesundheitsrisiken“ die Rede sei. Der Bürgermeister betont, dass es diesbezüglich keinerlei Bedenken der Träger öffentlicher Belange aus den verschiedenen Fachbereichen oder von Privatleuten gegeben habe. Der Bürgermeister wirft dem Kirchenvorstand zudem vor, die Bürgermeinung komplett zu ignorieren.

„Die Kirche sollte sich aus der Politik heraushalten“, meint Thomas Rohrbach und bittet darum, den Fehler von August zu berichtigen und weiteren Schaden von der Marktgemeinde Niederaula abzuwenden. (zac)

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