Sattelzugfahrer übersah Stauende

Unfall mit fünf Lkw auf A7: 150.000 Euro Schaden und kilometerlange Staus

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Fast ungebremst aufeinandergerauscht: Ein Unfall mit fünf Lkw sorgt für kilometerlange Staus auf A7 und A4.  

Niederaula. Fünf Lkw sind am Mittwoch auf der A7 zwischen Kirchheimer Dreieck und Hattenbacher Dreieck zusammengestoßen. Ein Fahrer wurde verletzt, der Stau betraf auch die A4. 

Aktualisiert um 13.30 Uhr - Der Auffahrunfall war gegen 8.25 Uhr passiert. Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten waren drei von vier Fahrstreifen in Richtung Süden gesperrt, die Spuren sind mittlerweile wieder frei. Laut Autobahnpolizei läuft der Verkehr wieder. Im morgendlichen Berufsverkehr hatte sich nach dem Unfall schnell ein kilometerlanger Stau gebildet, der auch bis auf die A4 zurückreichte.

 

Die Polizei geht von einem Schaden in Höhe von mindestens 150.000 Euro aus. Da bei einigen Sattelzügen die Zugmaschinen erheblich beschädigt waren, dauerten die Bergungsarbeiten bis zum Mittag an.

Lkw-Fahrer konnten nicht mehr rechtzeitig bremsen

Im einem Steigungsbereich der A7 war es gegen 8.25 Uhr zum Rückstau gekommen, sodass der Schwerverkehr teils bis zum Stillstand abbremsen musste. Das übersah ein 26-jähriger Lkw-Fahrer aus Rumänien und fuhr fast ungebremst auf den vor ihm stehenden Sattelzug aus Litauen auf. Aufgrund des Aufpralles wurde dieser ebenfalls auf den vor ihm stehenden Sattelzug aus Quedlinburg geschoben.

Ausgeflossene Betriebsstoffe: Die Kirchheimer Feuerwehr und die Wasserbehörde des Landkreises Hersfeld-Rotenburg waren im Einsatz. 

Die folgenden Lastwagen aus Polen übersahen ebenfalls sowohl Stauende als auch Verkehrsunfall. Der 26-Jährige wurde zur Untersuchung in das Klinikum Bad Hersfeld gebracht und nach der Untersuchung wieder entlassen. Alle weiteren Fahrer blieben unverletzt.

Feuerwehr verlegte Ölsperren vor den Zuläufen zur Kanalisation

Im Verlauf des Rückstaus kam es zu einem weiteren leichten Verkehrsunfall auf der dritten Spur, der den Verkehrsfluss stark beeinträchtigte. Durch die ausgeflossenen Betriebsstoffe und die Bergungsarbeiten mussten zwei Fahrstreifen gesperrt werden. 

Die Freiwillige Feuerwehr Kirchheim, ein Rettungswagen aus Bad Hersfeld, die Untere Wasserbehörde des Landkreises Hersfeld-Rotenburg und Kräfte der Autobahnmeisterei Hönebach waren im Einsatz. An den Zuläufen zur Kanalisation mussten Ölsperren gelegt werden, damit die Betriebsstoffe nicht in die Kanalisation gelangen. (yk/cig)

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