Autobahn vor Kirchheim 30 Stunden blockiert – Letzter Ausweg Homberg/Efze – Baustelle droht

800 Liter Biodiesel fraßen den Asphalt

Kirchheim. Auf eine Länge von 300 Metern und einer Breite von mehr als elf Metern ist die A 4 in Höhe des Brückenbauwerks über die A7 kurz vor dem Kirchheimer Dreieck dauerhaft beschädigt. Das bestätigte Wolfgang Kühn vom Kasseler Amt für Straßen und Verkehrswesen, nachdem am Montagnachmittag ein tschechischer Lastwagen 800 Liter Biodiesel verloren hatte. Mutmaßlich zertrümmerte eine abgerissene Kardanwelle die Kraftstoffleitung. Der Kraftstoff ergoss sich wie ein Wildbach über alle Fahrspuren der wichtigen Autobahnbrücke.

Der aggressive Treibstoff zerfraß den bituminösen Straßenbelag. Die Feuerwehr bekam die Lage mit den herkömmlichen Mitteln nicht in den Griff. So wurde versucht, zumindest den Standstreifen mit einer Spezialreinigungsmaschine rein zu waschen.

Mehr als einen Tag lang musste der Verkehr bis nach Homberg Efze umgeleitet werden. Wer nach Süden wollte, musste dorthin fahren, um zu wenden. Wegen einer Baustelleneinrichtung war die Anschlussstelle Aua als Umkehrpunkt nicht zu gebrauchen. Ziel war es, bis zum Mittwochabend den Verkehr wenigstens einspurig in Fluss zu bekommen.

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Die Fahrbahn muss nach dem notdürftigen Abfräsen auf der gesamten Fläche von Grund auf saniert werden. Diese Arbeiten können erst nach einer öffentlichen Ausschreibung in Angriff genommen werden. Die Behinderungen auf der A4 werden den Autofahrern also noch geraume Zeit zu schaffen machen.

Von Kurt Hornickel und Bernd Löwenberger

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