Täter drangen zu Aufzuchtbecken vor

Einbrecher drehen Wasser in Fischzucht ab: Mehrere hundert Fische getötet

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Drama in einer Fischzucht in Osthessen: Einbrecher haben das Wasser abgedreht - mehrere hundert Fische verendeten (Symbolbild).

In einen Zuchtbetrieb für Fische in Osthessen fielen hunderte Fische einem Einbruch zum Opfer - die Tiere sind qualvoll verendet.

  • Osthessen: 100 Fische verendet  
  • Täter bislang noch unbekannt
  • Fische hatten kein Wasser mehr

In einen Zuchtbetrieb für Fische zwischen Breitenbach am Herzberg und dem Orstteil Gehau in Osthessen, sind bislang noch unbekannte Täter in der Nacht zu Donnerstag eingebrochen. Der Einbruch ereignete sich in der Nacht zu Donnerstag. Mehrere hundert Jungtiere verendeten.

Fische in Osthessen getötet: Täter wollten ausgewachsene Fische erbeuten 

Die Täter hatten laut Polizei einen Zaun überwunden. Sie brachen mehrere Vorhängeschlösser auf, um auf die Zugänge zu den Aufzuchtbecken zu gelangen. Dort drehten sie das Zulaufwasser ab.

Sie erhofften sich wohl, dadurch ausgewachsene Fische abfischen zu können. Diese befanden sich, laut den Angaben des Fischereibetriebes in Osthessen, allerdings nicht in den Becken.

Fische in Osthessen getötet: So verendeten die Tiere

Durch das Abdrehen des Wassers verendeten jedoch mehrere hundert Setzlinge. Bei Setzlingen handelt es sich in der Fischzucht in Osthessen um Jungtiere. 

Bei den verendeten Fischen handelt es sich Saiblinge. Diese Fischart gehört zur Familie der Lachs-Fische. Die Fische haben besonders hohe Ansprüche an die Wasserqualität. In der freien Natur kommen die Fische vor allem in den Zuflüssen und den Küstenregionen des nördlichen Eismeeres vor. 

Saiblinge können nicht nur gebraten und gegrillt werden, sondern werden auch geräuchert angeboten. Laut Angaben des Unternehmens werden die Fische zwischen auch 16 und 18 Zentimeter lang. 

Fische in Osthessen getötet:  Schaden im vierstelligen Bereich

Der materielle Schaden beläuft sich laut dem Zuchtbetrieb für Fische auf ungefähr 1600 Euro. 

Hinweise nimmt die Polizei in Bad Hersfeld unter Telefon 06621/9320 entgegen, jede andere Polizeidienststelle oder die Onlinewache unter www.polizei.hessen.de. (red/nm)

In der Fastenzeit kommen auch in Osthessen vermehrt Fische* auf den Teller. Restaurants bieten hierzu auch regionale Fischsorten an. 

Im Sommer des vergangenen Jahres kam es in der Elbe zu einem großen Fischsterben. Anders als in Osthessen vielen die Fische* aber wahrscheinlich der Verunreinigung des Wassers zum Opfer. 

Video: Dieser Engländer züchtet Fische in einem Bunker, ähnlich wie in Osthessen 

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