Auch Reitunterricht möglich

Von Frankfurt nach Hatterode: Ein Ponyhof ist umgezogen

Auf einer Weide stehen zwei Frauen mit einem Pony. Links Anne Behrens, rechts Ruth von Freyberg.  Zwischen ihnen steht ein weißes Pony. Im Hintergrund sind weitere Ponys zu sehen, die an einer Heuraufe stehen.
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Betreiben jetzt einen Ponyhof in Hatterode: Anne Behrens (links) und Ruth von Freyberg. Unser Bild zeigt sie mit Pony Charly. Dort haben die Tiere viel Auslauf, dürfen aber zunächst nur stundenweise auf die Wiese, weil sie frisches Gras bisher kaum bekommen haben.

Mit Pferden, Hunden und Hasen sind jetzt zwei Frauen und ihre Familien von Frankfurt nach Hatterode gezogen. Dort betreiben sie einen Ponyhof und geben Reitunterricht für Kinder.

Hatterode – Gleich 21 neue Einwohner hat Hatterode jetzt bekommen – vier Menschen, vier Hunde, 13 Ponys, dazu noch Kaninchen und bald auch Hühner. Anne Behrens und Ruth von Freyberg sind mit ihrem Ponyhof aus Frankfurt in den kleinen Breitenbacher Ortsteil umgezogen und inzwischen sehr glücklich über diese Entscheidung.

Dabei war das alles gar nicht so geplant, erzählen die beiden, die sich schon als Kinder beim Ponyreiten kennengelernt und auch ihre Pferde von damals, die nun das Leben ohne Arbeit genießen dürfen, mitgebracht haben. Eigentlich sind beide überzeugte Städterinnen – oder waren es zumindest bisher. Doch dann kündigte die Stadt Frankfurt den Pachtvertrag für das Grundstück, auf dem sie ihren Ponyhof betrieben. Die Suche nach einem neuen Gelände im Großraum Frankfurt sei frustrierend gewesen, mögliche geeignete Grundstücke nicht bezahlbar.

Also erweiterten sie den Suchraum und fanden schließlich in Hatterode einen geeigneten Hof, der zum Verkauf stand. Beim Besichtigungstermin, so erzählt Ruth von Freyberg, seien sie sich alle einig gewesen, das geeignete Anwesen gefunden zu haben. Ende Mai wurde der Kaufvertrag unterzeichnet. Seitdem wird umgebaut, hergerichtet und umgezogen. Das Haus ist derzeit noch in weiten Teilen Baustelle, sagt Anne Behrens. Irgendwann, so ist es geplant, soll jeder seine eigene Etage haben, Ruth von Freyberg mit ihrem Mann Magnus und dem zweijährigen Sohn Theo und Anne Behrens. Unter dem Dach sollen Mehrbettzimmer für Kinder entstehen, die in Hatterode Reiterferien erleben können. Beim Umbau spielt auch der Denkmalschutz eine wichtige Rolle.

Mit dem Reitunterricht haben Ruth von Freyberg und Anne Behrens inzwischen wieder begonnen. Sie freuen sich, dass viele der Kinder aus Frankfurt und deren Eltern den weiten Weg auf sich nehmen und nach Hatterode kommen. Während die Kinder sich mit den Pferden beschäftigen, können die Eltern die Region erkunden. „Viele empfinden das als Kurzurlaub“, freut sich von Freyberg. Aber natürlich sind auch Kinder ab sechs Jahren aus der Region willkommen. Die Ponys haben ganz unterschiedliche Größen, von einem Meter bis 1,50 Meter.

Die beiden Frauen sind ausgebildete Reitpädagoginnen und arbeiten nach einem ganzheitlichen Konzept. Bei ihnen gibt es keinen Zwang und keinen Leistungsdruck, weder für die Tiere, noch für die Kinder und auch kein Schema F. Jedes Kind und jedes Tier soll mit seinen individuellen Bedürfnissen berücksichtigt werden. Pferdepflege und Bodenarbeit gehören auch zum Programm. Der Reitunterricht findet im Freien statt, auch Ausritte sind nun möglich, freuen sich die Ponyhofbesitzerinnen. „Reiten stärkt den Charakter. Man lernt da sehr viel“, betont Ruth von Freyberg.

Auch die Städter haben schon viel gelernt, zum Beispiel über die gut funktionierende Dorfgemeinschaft in Hatterode. Begeistert erzählen sie von der Unterstützung durch die Nachbarn. Toll finden sie auch, dass es eine stündliche Busverbindung nach Alsfeld und Bad Hersfeld gibt. Und die Wege seien zwar ein wenig weiter, dafür aber schneller zu fahren, weil es weniger Verkehr gebe. (Christine Zacharias)

Kontakt: ponyhof-schlosshecke.de

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