Wertvolles Futter vernichtet

Vandalismus im Maisfeld am Breitenbacher Silbersee

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Zerstört: Machtlos und verärgert zeigt Hagen Schaake das Trümmerfeld auf seinem Maisacker neben dem Silbersee in Breitenbach am Herzberg. Wer den sinnlosen Schaden angerichtet hat, können er und die eingeschaltete Polizei bisher nur vermuten.

Breitenbach/H. Eine Fläche von mehr als 100 Quadratmeter haben Unbekannte am Rand eines Maisfeldes neben dem Silbersee in Breitenbach am Herzberg zerstört.

Zudem wurden auf einigen etwa einen Meter breiten Schneisen die Pflanzen bis zu 150 Meter weit in das Feld hinein umgeworfen und platt getrampelt. Zwar betrage der nominelle Schaden wohl weniger als 200 Euro, erläutert Hagen Schaake, dem der Acker gehört, er sieht aber eine große Gefahr in möglichen Folgeschäden. So müssten jetzt die umgeknickten Pflanzen per Hand aus der Plantage entfernt werden, weil sie, wenn einfach untergeackert, möglicherweise Wildschweine auch noch im nächsten Jahr anlocken. Ob der Mais noch an Rinder verfüttert werden kann oder entsorgt werden muss, hängt davon ab, wie weit die Pflanzen bereits vertrocknet sind. Auch der von der Straße aus gut sichtbare „Eingang“ zu dem Trümmerfeld könne die Wildschweine anlocken. Aber auch neugierige Zweibeiner könnten versucht sein und hier in das Feld eindringen und so weiteren Schaden anrichten. „Die mehr als mannshohen und bis zu fünf Zentimeter Durchmesser messenden Halme sind so trocken, die brechen wie Glas“, weiß Schaake.

Obwohl der Mais auf seinem Acker dank Bodenbeschaffenheit und guter Düngung gut gewachsen ist, „brauchen wir in diesem trockenen Jahr jedes Gramm Futter“, regt sich Schaake über die sinnlose Zerstörung auf und hat den Vorfall natürlich bei der Polizei gemeldet. Wer den Schaden angerichtet hat, darüber lässt sich derzeit nur spekulieren. Schaake tippt am ehesten auf eine Gruppe Jugendlicher, es könnten aber auch Pärchen gewesen sein, die hier den Schutz der hohen Pflanzen suchten.

Auch weil der Mais der Umwelt sehr zuträglich ist, regt sich der Landwirt über die widersinnige Zerstörung auf. „Mais kommt mit sehr wenig Wasser aus, eine Fläche von einem Hektar produziert rund 470 Kubikmeter Sauerstoff, die gleiche Fläche Buchenwald nur 94 und ein Hektar Mais recycelt den CO2 Ausstoß einer rund 60 000 Kilometer langen Autofahrt“, referiert Schaake. Jetzt hofft er, dass bis zu der Ernte, die in diesem Jahr bereits etwa Mitte August beginnen wird, nicht noch weitere Vandalen auf seinem Feld einfallen.

Von Bernd Löwenberger

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