Schlammschicht über einen Meter dick

Saugbagger säubert den Silbersee

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In riesigen sogenannten geotextilen Filterschläuchen unterhalb des Silbersees wird das Wasser-Schlammgemisch aufgefangen. Das abfließende Wasser wird zurück in den Teich gepumpt, übrig bleiben rund 900 Kubikmeter saubere Trockenmasse. In riesigen sogenannten geotextilen Filterschläuchen unterhalb des Silbersees wird das Wasser-Schlammgemisch aufgefangen. Das abfließende Wasser wird zurück in den Teich gepumpt, übrig bleiben rund 900 Kubikmeter saubere Trockenmasse.

Eine dicke Schlammschicht hat sich auf dem Grund des Silbersees bei Breitenbach/H. gebildet. Sie wird zurzeit abgesaugt und getrocknet.

Keine Indianer, keine Cowboys, keine Spur von Romantik à la Karl May, stattdessen ein vor sich hin rumorendes, rüsselbewehrtes kleines Stahlungeheuer lassen keine Zweifel zu: Die Suche nach dem legendären „Schatz im Silbersee“ findet hier definitiv nicht statt.

Kaum mehr als ein Rinnsal ist der Ringelbach, der den Silbersee unterhalb des Campingplatzes im Nordwesten von Breitenbach am Herzberg speist. Strömung findet hier nicht statt. So droht der kleine See immer mehr zu verlanden. Eingetragene Schwebstoffe, die Hinterlassenschaften des Fischbesatzes, absterbende Algen, Laub und Nadeln der angrenzenden Bäume und andere Schadstoffe vermodern und setzen sich als dicke Schlammschicht am Boden des Teichs ab.

„Seit vermutlich 28 Jahren ist an dem Natursee nichts mehr gemacht worden“, erklärte Bürgermeister Volker Jaritz. So hätten Untersuchungen ergeben, dass die Schlammschicht am Grund auf etwa 1,20 bis 1,30 Meter angewachsen sei. „Damit fehlt natürlich Wasser und somit auch Sauerstoff und es wächst die Gefahr, dass der See an heißen Sommertagen umkippen könnte“, erläuterte der Bürgermeister weiter. Somit hätten die Gemeindevertreter eine Generalreinigung beschlossen.

In riesigen sogenannten geotextilen Filterschläuchen unterhalb des Silbersees wird das Wasser-Schlammgemisch aufgefangen. Das abfließende Wasser wird zurück in den Teich gepumpt, übrig bleiben rund 900 Kubikmeter saubere Trockenmasse. In riesigen sogenannten geotextilen Filterschläuchen unterhalb des Silbersees wird das Wasser-Schlammgemisch aufgefangen. Das abfließende Wasser wird zurück in den Teich gepumpt, übrig bleiben rund 900 Kubikmeter saubere Trockenmasse.

Seit Wochen fährt beziehungsweise schwimmt jetzt ein Amphibienfahrzeug der Firma Herrlich GmbH aus Hofbieber-Langenbieber mit einem Saugrüssel und einer Abwasserleitung über den See. Wie eine überdimensionale Staubsaugerbürste wühlen auf gut drei Metern Breite große Metallschneckenwalzen den Seeboden auf, eine starke Pumpe saugt die Mischung aus Schlamm, Sedimenten und Wasser ab. Über dicke Leitungen fließt das Wasser-Schlamm-Gemisch in sogenannte geotextile Filterschläuche einige Meter unterhalb des Sees. Diese überdimensionalen Plastiksäcke fangen sämtliche festen Stoffe auf.

Wasser wird zurück in den See gepumpt

Das Wasser diffundiert durch winzige Öffnungen, wird in einem Sammelbecken aufgefangen und später zurück in den See gepumpt. Weil diese Trennungsvorgänge nur sehr langsam verlaufen, können Ingo Müller und Marc Hoffmann „das Boot“, wie sie den schwimmenden Schlammsauger liebevoll nennen, immer nur tageweise einsetzen. Erst wenn genügend Wasser aus den Säcken abgeflossen ist, kann eine Weiterbefüllung beginnen.

Wenn die Maßnahme jetzt bald abgeschlossen ist, wird die Kommune rund 38 000 Euro ausgegeben haben und rund 1100 bis 1300 Kubikmeter – wie biologische Untersuchungen ergeben haben – absolut schadstofffreier Schlamm der Belastungsklasse „Z0“ werden abgepumpt worden sein.

In einigen Monaten wird sämtliches Wasser aus den Filterschläuchen abgeflossen sein und übrig bleiben rund 800 bis 900 Kubikmeter harte Trockenmasse.

Weil derzeit an einem Konzept zur touristischen Aufwertung des Campingplatzes und des Feriengebietes Silbersee gearbeitet wird, soll die Masse voraussichtlich ausgebreitet werden und als Stellfläche für Camper oder als Parkfläche genutzt werden.

VON BERND LÖWENBERGER

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