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Neue Bürgerbegegnungsstätte in Oberjossa mit Fest eröffnet

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Gemeinsam angepackt: Das ganze Dorf hat bei dem Neubau der Bürgerbegegnungsstätte Oberjossa mitgeholfen.
Gemeinsam angepackt: Das ganze Dorf hat bei dem Neubau der Bürgerbegegnungsstätte Oberjossa mitgeholfen. © Philipp Ling

Die neue Bürgerbegegnungsstätte im Breitenbacher Ortsteil Oberjossa ist mit einem Fest eröffnet worden.

Oberjossa – Schon lange gab es in Oberjossa Pläne, das in die Jahre gekommene Dorfgemeinschaftshaus, zu ersetzen.

Nach rund zwei Jahren Bauzeit wurde am Samstag der neue Anbau am Feuerwehrhaus seiner Bestimmung als Bürgerbegegnungsstätte übergeben. Der Erste Beigeordnete der Gemeinde Breitenbach, Ingo Wawrosch, umriss die Dimensionen des Projekts: 115 000 Euro waren für den Umbau des Feuerwehrhauses und 320 000 Euro für Neubau der Bürgerbegegnungsstätte veranschlagt, zuzüglich rund 70 000 Euro für Ausstattung und Inventar. Dank der soliden Haushaltslage nahm die Gemeinde hierzu umfangreiche Fördermittel aus der Hessenkasse in Anspruch.

Ein besonderes Lob galt jedoch dem Engagement der Oberjossaer selbst, die sich in großem Umfang an den Bauarbeiten beteiligten. So wurden durch die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr 1152 Arbeitsstunden und durch die Bürger über 5600 Arbeitsstunden in Eigenleistung erbracht, was eine große Kosteneinsparung bedeutete. „Ohne dieses Engagement würde das Objekt hier heute nicht so stehen“, sagte er.

Auch Oberjossas Ortsvorsteher Heinrich Stiebing würdigte in seiner Rede den vorbildlichen Bürgersinn im Dorf: Jeder habe sich nach seinen Fähigkeiten eingebracht.

So wurde beispielsweise auch die Mittagsverpflegung der vielen freiwilligen Helfer durch die Vereine gestemmt. Ebenso erinnerte er an den mittlerweile verstorbenen ehemaligen Ortsvorsteher Hans-Jürgen Stein, der sich in Zusammenarbeit mit seinem früheren Arbeitgeber um die Elektroinstallationen gekümmert hatte.

Und mit der Fertigstellung endete das Engagement keinesfalls: Anlässlich der Einweihung nahm Stiebing eine Spende des Brunnenvereins in Höhe von 500 Euro für die Anschaffung einer neuen Medienanlage entgegen, von der Jagdgenossenschaft kam eine weitere Spende für die Kosten der Flurgarderobe.

Ein großes Dankeschön galt den beteiligten Firmen, die auch über die Bauarbeiten hinaus vielfältige Unterstützung geleistet hatten, sei es bei der Materialbeschaffung oder indem sie ihre Fahrzeuge zur Verfügung stellten. Im Namen der Baufirmen dankte auch Erik Meier von der Firma Hess für die gute Zusammenarbeit.

Die Ortsvorsteher der Nachbarorte beglückwünschten die Oberjossaer zu ihrer neuen Begegnungsstätte und überreichten ein Gästebuch, um die nun kommenden Veranstaltungen und Begebenheiten darin festzuhalten. Und Pfarrerin Hannelore Weide-Jahto bekräftigte, ein neues DGH für Oberjossa sei längst überfällig gewesen, denn es sei die Visitenkarte des Dorfes und Ausweis des Gemeinschaftssinns.

Und dieser wurde selbstredend im Anschluss mit einem gemütlichen Beisammensein bis in die Abendstunden weiter gepflegt. (Philipp Ling)

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