Gemeinsam auf dem Weg

Breitenbachs Bürgermeister Volker Jaritz zieht Bilanz nach zwölf Jahren

+
Stolz auf seine Mitarbeiter und die Entwicklung der Gemeinde: Bürgermeister Volker Jaritz (parteilos) stellt sich am 15. März zum dritten Mal zur Wahl. Gegenkandidaten gibt es keine. 

Breitenbach/H. – Als Volker Jaritz vor zwölf Jahren zum Bürgermeister der Gemeinde Breitenbach am Herzberg gewählt wurde, „da hat mir ganz schön die Hose geflattert".

Er habe sich lange überlegt, ob er wirklich antreten solle. Als Finanzsachbearbeiter der Gemeindeverwaltung kannte er sich aus, aber vom Kollegen zum Chef zu werden, das war keine ganz leichte Aufgabe.

Er sei von vielen Leuten um die Kandidatur gebeten worden, berichtet Jaritz. Heute tritt er selbstbewusst als Kandidat für eine dritte Amtszeit zur Wahl am 15. März wieder an und sagt mit einem gewissen Stolz in der Stimme: „Die Gemeinde hat sich gut entwickelt.“ Das sah in den Jahren vor seiner Amtszeit noch ganz anders aus. Da kam es durchaus vor, dass der Haushalt für das laufende Jahr erst im Dezember verabschiedet wurde, da herrschten Streit und Zwietracht und sehr viel Verunsicherung wegen eines langzeitkranken Bürgermeisters.

Inzwischen ist Breitenbach in punkto Finanzen eine Vorzeigegemeinde. Das hat auch der hessische Finanzminister Thomas Schäfer schon mehrfach betont. Und das, obwohl Breitenbach allein schon aufgrund der Topografie nur wenige Gewerbeflächen und entsprechend wenig Gewerbesteuer vorweisen kann. Der Haushalt ist seit zwölf Jahren ausgeglichen und entspricht allen gesetzlichen Vorgaben. Die Schulden werden kontinuierlich abgebaut, Straßen, Kanäle und Wasserleitungen sind in weiten Bereichen erneuert, zahlreiche öffentliche Gebäude wurden energetisch saniert.

Besonders stolz ist Volker Jaritz auf seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Ein Bürgermeister muss sich auf seine Leute verlassen können“, sagt Jaritz. Und das kann er und freut sich über selbstständige, kompetente, mitdenkende Kollegen in allen Bereichen, die dank regelmäßiger Fortbildungen auf dem neuesten Stand seien.

Der Kindergarten, zum Beispiel, biete hoch qualifizierte pädagogische Arbeit sowohl für ganz kleine als auch für Vorschulkinder an, so gut, dass es auch aus Nachbargemeinden Anfragen gebe.

Oder der Bauhof. Der wurde in den vergangenen Jahren mit hochwertigen Maschinen, Geräten und Materialien ausgestattet und personell verstärkt, sodass im Gemeindegebiet die meisten Tiefbauarbeiten von den eigenen Mitarbeitern erledigt werden können. Dafür habe er viel Kritik einstecken müssen, von Baufirmen und Handwerksorganisationen, aber letztlich habe sich dieser Weg bewährt und sei sowohl für die Gemeinde als auch die die Anlieger, die Straßenausbaubeiträge zahlen müssten, ein finanzieller Vorteil. Gemeinsame Arbeitseinsätze von Bauhof und Anliegern, zum Beispiel für Gehwege, senken die Kosten zusätzlich und stärken das Wir-Gefühl.

Breitenbach sei eine Wohngemeinde und müsse deshalb damit punkten, dass das Leben hier bezahlbar sei, ist eine von Volker Jaritz Grundüberzeugungen.

Apropos Straßenbeiträge. Trotz zahlreicher Bauprojekte habe es in den vergangenen Jahren niemals Probleme gegeben. „Alle haben bezahlt,“ sagt Jaritz. Dafür habe sich die Verwaltung aber die Mühe gemacht, nicht einfach Briefe zu verschicken, sondern jede einzelne Rechnung im persönlichen Gespräch zu erklären.

Auf Menschen zugehen, Kompromisse schließen, gemeinsam den besten Weg suchen, das prägt auch die politische Arbeit von Volker Jaritz, der froh ist, dass die Gemeindevertretung zu einer konstruktiven Arbeitsweise zurückgefunden hat.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare