Konzept für den Silbersee

Breitenbach will herausfinden, was touristisch möglich ist

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Breitenbach/H. – Mit einem Förderbescheid über7318 Euro hat die Gemeinde Breitenbach am Herzberg viel vor. Es soll ein Konzept zur Weiterentwicklung des Silbersees entstehen.

Die Summe, die Landrat Dr. Michael Koch in Form eines Bewilligungsbescheides am Dienstag an Bürgermeister Volker Jaritz in Breitenbach/H. überreicht hat, ist vergleichsweise klein. Gerade mal 7318 Euro. Doch das, was die Gemeinde damit anstoßen will, ist ein Großprojekt mit Zukunftswirkung. Mit dem Zuschuss in Höhe von 75 Prozent der Kosten soll eine Machbarkeitsstudie zur Weiterentwicklung des touristischen Angebots am Silbersee finanziert werden. Sie soll knapp 10 000 Euro kosten. Denn bevor die Gemeinde Breitenbach Geld investiert, will sie zunächst einmal fachkundig klären lassen, welche Investitionen sinnvoll sind.

Dass dabei das touristische Angebot ausgebaut werden soll, darüber herrscht in der kleinen Gemeinde Konsens. Denn für große Gewerbegebiete eignet sich das hügelige Gemeindegebiet nicht. Gemeinsam mit dem Zweckverband Knüll und der touristischen Arbeitsgemeinschaft Rotkäppchenland wolle Breitenbach jetzt ein Paket schnüren, um noch attraktiver für Besucher zu werden.

Das ist durchaus dringend notwendig, räumt Bürgermeister Jaritz ein. Denn das Freizeitgelände Silbersee befindet sich auf dem Standard der 1970er Jahre. „Wir haben jahrelang nichts investiert“, sagt Jaritz. Unabhängig vom zukünftigen Konzept soll der See zunächst einmal entschlammt werden. Dringend nötig ist zudem eine Erneuerung der sehr holperigen Zufahrtsstraße und des Parkplatzes. Am 12 000 Quadratmeter großen See gibt es derzeit 130 Stellplätze für Dauercamper, 50 Plätze für Durchgangscamper sowie eine Gaststätte mit sanitären Anlagen. Der Pächter der Gaststätte wird wohl in absehbarer Zeit aus Altersgründen aufhören. Ein neues Konzept ist also dringend notwendig.

Zusätzlich könnte die Gemeinde von den Plänen profitieren, die Region Knüll als Naturpark auszuweisen. Die Chancen dafür stehen, so erläuterte Regionalplanerin Dr. Brigitte Buhse, gut.

Auch für Wanderer sollen neue Angebote geschaffen werden. Die Gemeinde arbeitet zurzeit an der Ausweisung eines Premiumwanderweges.

Gefördert wird die Machbarkeitsstudie aus dem europäischen Leader-Programm.

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