Von Hippies und Rindern

Autor Frank Witzel liest beim Burg-Herzberg-Festival

+
Freut sich auf seine Lesung beim Hippie-Festival in Breitenbach/H.: Frank Witzel, Autor des Buches „Rock, Rinder und die Posaunen der Poesie“.

Breitenbach/H. Autor Frank Witzel liest beim Burg-Herzberg-Festival aus seinem Roman „Rock, Rinder und die Posaunen der Poesie“. 

Die Hippie-Kultur hat Frank Witzel nicht nur geprägt, wie er selbst sagt, er kann der Philosophie rund um Love und Peace auch selbst viel abgewinnen. Umso mehr freut es ihn, ausgerechnet beim Herzberg-Festival in Breitenbach/H. aus seinem 500 Seiten starken Roman „Rock, Rinder und die Posaunen der Poesie“ lesen zu dürfen, den er 2014 veröffentlicht hat (wir berichteten damals).

Am Freitag, 27. Juli, von 13 bis 14 Uhr ist der Haunetaler, der inzwischen in Göttingen lebt und arbeitet, im Lesezelt zu erleben. Eine Stunde – das sei schon relativ viel, meint der 56-Jährige. Bei Gruppenlesungen bliebe dem Einzelnen meist nur eine Viertelstunde. Die Freude und der Stolz über die Teilnahme an diesem „großen und geschichtsträchtigen Festival“ sind Witzel ins Gesicht geschrieben. Zwar hat er schon einige Lesungen hinter sich, diese sei aber doch etwas Besonderes. Der tollen Atmosphäre ebenso wie der thematischen Verbindung wegen.

„Rock, Rinder und die Posaunen der Poesie“ spielt in einem fiktiven waldhessischen Dorf Ende der 70er-/Anfang der 80er-Jahre. Der Protagonist und Erzähler Friedrich erinnert sich an seine Kindheit und Jugend; daran, wie er seine große Liebe kennenlernte und den Kumpel, der zu einer Hippiekommune türmt. Einen richtigen Plot hat die Geschichte nicht, Mainstream ist anders.

Erst zweimal war Witzel bisher beim Herzberg-Festival, einen nachhaltigen Eindruck hinterließ jedoch Patti Smith. die während ihres Konzerts auch Gedichte las – was Witzel zu seiner Bewerbung bewegte. Im Februar kam schließlich die Zusage, als der 56-Jährige eigentlich schon gar nicht mehr damit gerechnet hatte.

Live lesen wird Witzel übrigens nicht. Da er stottert und sich das vor allem beim Sprechen in der Öffentlichkeit beziehungsweise unter Anspannung bemerkbar macht, nimmt er seine Lesestücke vorab auf, was bisher durchaus gut angekommen sei.

Zurzeit arbeitet der Hobby-Autor an einer Art Fortsetzung seines Romans, die in der Gegenwart spielt und in der die Protagonisten wieder auftauchen. Der Leser erfährt, was aus ihnen und ihren Idealen geworden ist. Da Witzel neben der Arbeit schreibt, entsteht das Buch größtenteils in der Zeit von 7 bis 9 Uhr. Bis 2020 soll das Werk vollendet sein.

In seiner Heimat Stärklos ist Witzel noch regelmäßig zu Gast, um die Familie zu besuchen. (nm)

Kommentare