Dennoch: Keine Variante der Waldtrasse ist zulässig

RP rechtfertigt sich per Pressemeldung

Kassel. „Der Regierungspräsident rechtfertigt sich für etwas, was er nie getan hat und macht aus Blödsinn noch mehr Blödsinn“: So quittierte SPD-Fraktionschef Rainer Koch den Inhalt dieser Pressemitteilung des Kasseler Regierungspräsidiums.

„Zur Frage einer alternativen Waldvariante für die Trasse der 380-kv-Leitung Wahle-Mecklar, die von der Gemeinde Ludwigsau vorgeschlagen worden war, ist in den vergangenen Tagen etwas Verwirrung entstanden“, schrieb gestern erneut RP-Pressesprecher Michael Conrad.

In einer Pressemitteilung, die am Dienstag noch einmal umgeschrieben wurde, erklärt sich das Regierungspräsidium Kassel wie folgt: „Ludwigsau, Ahlheim und Neuenstein hatten bereits Mitte 2010 die Prüfung einer Waldtangente gefordert. Diese Prüfung ist im gleichen Jahr erfolgt und wurde in 2011 noch einmal vertieft. Beide Prüfungen hatten zum Ergebnis, dass wegen der Eingriffe in einen weitgehend unbelasteten Natur- und Landschaftsraum keine der verschiedenen Varianten der Waldtangente naturschutz- und raumordnungsrechtlich zulässig ist. Die inzwischen raumgeordnete Trasse vermeidet wegen der Bündelung mit bestehenden Leitungen solche neuen Eingriffe. Zudem ist sie für die Ortslagen und Menschen verträglich, weil sie überall den Mindestabstand von 400 Metern zu den Ortsteilen einhält und die landesplanerische Beurteilung noch weitere Verbesserungen enthält.“

Der RP räumt ein, dass der geprüfte Korridor in der landesplanerischen Beurteilung nicht umfassend gekennzeichnet sei und stattdessen nur eine der Waldtangenten eingezeichnet wurde. Auch wird bedauert, dass mit den beteiligten Gemeinden nicht ausführlich genug über dieses Ergebnis gesprochen wurde.

„Das Ergebnis des Raumordnungsverfahrens bleibt davon allerdings unberührt“, schreibt das Regierungspräsidium, das für das Raumordnungsverfahren zur 380-kv-Leitung und für die landesplanerische Beurteilung verantwortlich war. (kh/red)

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