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Wohn- und Pflegezentrum in Obergeis öffnet: Vorfreude auf die ersten Senioren

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Von: Christine Zacharias

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Das Bild zeigt das Leitungsteam des neuen Wohn- und Pflegezentrums in Obergeis an einer Bank vor dem Neubau: Vorn von links die Wohnbereichsleiterinnen Yvonne Zülch, Sarah Biefel und Linda Klapp, dahinter Pflegedienstleiterin Beata Frankiewicz und Einrichtungsleiter Gerrit Fiedler.
Das Leitungsteam des neuen Wohn- und Pflegezentrums in Obergeis: Vorn von links die Wohnbereichsleiterinnen Yvonne Zülch, Sarah Biefel und Linda Klapp, dahinter Pflegedienstleiterin Beata Frankiewicz und Einrichtungsleiter Gerrit Fiedler. © Christine Zacharias

In Kürze wird das Wohn- und Pflegezentrum „Im Mühlengrund“ in Obergeis eröffnet - und der erste Bewohner ist ein Neuensteiner.

Obergeis – Noch geben sich die Handwerker die Klinke in die Hand, werden Möbel angeliefert, Vorhänge aufgehängt und Bilder angebracht. Die bisher eingestellten 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden intensiv geschult. Am Samstag, 11. Juni, wird das Wohn- und Pflegezentrum „Im Mühlengrund“ in Obergeis mit einem Tag der offenen Tür eröffnet. Am 13. Juni zieht der erste Bewohner ein – ein Neuensteiner, freut sich Einrichtungsleiter Gerrit Fiedler.

Die Belegung des Hauses werde ganz langsam hochgefahren, sagt Fiedler. Die Mitarbeiter, die bereits seit dem 1. Mai bei der Charleston-Gruppe, die Träger des Hauses ist, angestellt sind, sollen sich gut einarbeiten können. Sie alle haben Erfahrung in der Pflege, doch fangen alle neu an und müssen nun sehen, ob die im Vorfeld besprochenen Abläufe im Alltag mit den Senioren auch funktionieren.

Fiedler und die Pflegedienstleiterin Beata Frankiewicz sind da sehr zuversichtlich. Viele von ihnen hätten sich bewusst in einem neuen Haus beworben, weil sie gerne mitgestalten und Verantwortung übernehmen wollten, sagt Gerrit Fiedler. Hier gebe es kein bremsendes „Das haben wir schon immer so gemacht.“ Vielmehr seien neben der Erfahrung auch Kreativität und Eigenverantwortung gefragt.

Das Bild zeigt die funktional eingerichtete Profi-Küche des neuen Wohn- und Pflegezentrums.
In der Küche des neuen Wohn- und Pflegezentrums wird jeden Tag frisch gekocht. © Christine Zacharias

Frankiewicz ist jetzt schon ganz begeistert von ihrem Team und davon, wie gut die Mitarbeiter schon jetzt miteinander harmonieren. Mit der Belegung werde dann auch die Zahl der Mitarbeiter sukzessive aufgestockt. Dabei ist für Gerrit Fiedler klar: Erst werden die Mitarbeiter eingestellt und eingearbeitet, dann kommen neue Bewohner. Bei voller Belegung bietet das Wohn- und Pflegezentrum 84 Menschen in der vollstationären und in der Kurzzeitpflege ein neues Zuhause. Dazu kommen 18 Tagespflegeplätze für Menschen, die tagsüber Betreuung benötigen und abends wieder nach Hause gebracht werden. Insgesamt rund 100 Arbeitsplätze sind für die neue Einrichtung geplant.

Im Umgang miteinander ist Gerrit Fiedler und Beata Frankiewicz Wertschätzung und Aufrichtigkeit besonders wichtig. Es ist ihnen ein Anliegen, dass es nicht nur den Bewohnern gut geht, sondern auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Mögliche Fehler sollten offen angesprochen werden, um daraus lernen zu können, betont Fiedler. Weitere Eckpunkte sind für ihn Eigenverantwortung und Lösungsorientierung. Wer ein Problem habe, solle möglichst gleich einen Lösungsvorschlag mitbringen, sagt er. Zu seinen Vorstellungen von Qualität gehört auch, dass vor Ort von einem Küchenteam gekocht wird. Zudem freut er sich, mit Dr. Hassler aus Remsfeld eine Heimärztin gefunden zu haben, die sich bei Bedarf um die Bewohner kümmert.

Bei einem Tag der offenen Tür wird das Haus an der Schulstraße am 11. Juni von 10 bis 14 Uhr vorgestellt. Zugänglich sind aus Hygienegründen allerdings nur ein Wohnbereich und die Tagespflege. Besucher werden gebeten, Masken zu tragen. (Christine Zacharias)

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