Hubschrauber fliegt über den Revieren Obergeis und Gittersdorf

Waldböden werden aus der Luft gekalkt

Wenn der Kalk vom Himmel rieselt: Im Staatswald des Forstamts Bad Hersfeld stehen Bodenkalkungen mit dem Hubschrauber bevor. Foto: Hessen-Forst / Nh

Neuenstein – Im Staatswald des Forstamtes Bad Hersfeld werden ab Dienstag, 19. Februar, wieder per Hubschrauber die Böden gekalkt.

Betroffen sind die Reviere Obergeis und Gittersdorf. Laut einer Pressemitteilung des Forstamtes werden dabei zwei Arbeitsteams, bestehend aus je einem Hubschrauber und einem Radlader, im Einsatz sein.

Die Kalkung habe das Ziel, die Wirkungen des Säureeintrags abzupuffern, die Speicherfähigkeit von Nährstoffen zu erhöhen, den Ernährungszustand und die Vitalität der Wälder zu verbessern sowie die Durchwurzelung und die bodenwühlende Fauna, wie zum Beispiel Regenwürmer, zu fördern. Zudem solle durch die Kalkung verhindert werden, dass Schwermetall- und Aluminium-Ionen in das Grundwasser eingetragen werden. Nachdem im Herbst 2016 der Stadtwald Bad Hersfeld und der Gemeindewald Ludwigsau gekalkt wurden, werden in diesem Jahr die Flächen der Reviere Obergeis und Gittersdorf nördlich der Bundestraße 324 bearbeitet, die seit vielen Jahren nicht mehr gekalkt wurden. Eine erneute Kalkung findet laut dem Forstamt frühestens wieder nach zehn bis zwölf Jahren statt. In den Revieren sollen auf 1400 Hektar insgesamt 4200 Tonnen Magnesiumkalk mit dem Hubschrauber ausgebracht werden. Je nach Witterungsverlauf sollen die Arbeiten etwa vier bis sechs Wochen dauern.

Durch diese Zeitspanne und die körnige Materialbeschaffenheit werden Vegetation und Tierwelt nicht beeinträchtigt.

Das Forstamt Bad Hersfeld teilt mit, dass der Wald in den betreffenden Bereichen während der Kalkungsarbeiten nicht betreten werden sollte, da außer Hubschrauber und Radlader auch Lastzüge für die Kalkanfuhr unterwegs seien.

Das Forstamt bittet die Bevölkerung um Verständnis und steht für Fragen unter 0 66 21/ 94 00 zur Verfügung.  red/mmo

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