Feuer ohne Eis

Stürmische Sonnenwendfeier auf dem Eisenberg

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Stürmische Sonnenwende: Dass nicht mehr Besucher zu der Feier der Freunde des Eisenbergs auf der Otto Krebs-Wiese auf den höchsten Berg im Kreis kamen, lag vermutlich auch an dem wenig einladenden Wetter.

Neuenstein. Bei stürmischen Wetters haben die Freunde des Eisenbergs am Freitagnachmittag ihre Sonnenwendfeier auf dem Eisenberg veranstaltet. Das Feuer brannte trotzdem.

Stolze neun Grad Plus zeigte das Thermometer, als am frühen Freitagabend das Sonnenwendfeuer auf dem höchsten Berg des Kreises angezündet wurde. Dass es trotzdem nicht kuschelig warm war, lag an einer „Steifen Brise“. Die sorgte aber auch dafür, dass das Feuer fix entfacht war und danach heftig loderte.

„Das kriegst du nie an“ hatten einige Pessimisten angesichts des ergiebigen Regens am Freitag prophezeit, und dann musste Neuensteins Bürgermeister und „Kopf“ der Freunde des Eisenberges, Walter Glänzer, fürchten, dass das Feuer abgebrannt sein könnte, noch ehe die Besucher der Sonnenwendfeier auf dem Eisenberg von ihrer kurzen Wanderung zurück sein würden. Beide Sorgen erwiesen sich als falsch. 

Der auf der Otto Krebs-Wiese aufgestellte Holzstoß brannte so groß, schnell, heftig und ausdauernd, dass sich einige Gäste gar an das Lollsfeuer erinnert fühlten und, wenn auch nicht laut, so doch deutlich vernehmbar ein „Enner, zwoan, drai …“ zu hören war. In einem überschaubaren Besucherkreis sorgte Armin Leckel mit seinem Akkordeon für die richtige Stimmung und Kräuterfrau Christa Becker referierte über die Bedeutung des Feuers in der Vergangenheit im Allgemeinen und zu den Tagen der Sonnenwende.

Kräuterfrau Christa Becker erzählte Spannendes und Historisches um die Bedeutung des Feuers und der Sonnenwende.

Mit dem allmählich erlöschenden Feuer sorgte dann sogar der Vollmond durch den aufreißenden Wolkenhimmel und über die Baumwipfel für genügend Licht auf dem kurzen Weg zum Berggasthof, wo Würstchen vom Grill, heißer Glühwein, bodenständige Musik und einige weitere interessante Vorträge zum Beispiel über die Mistel und historische Rituale wie das Räuchern mit der „Weißen Zeder“ auf die Besucher warteten.

Kein großes Fest, aber eine weitere gewichtige Zusammenkunft derer, die den Eisenberg lieben und denen seine (touristische) Zukunft am Herzen liegt. Das war mit Sicherheit das höchstgelegene, vermutlich aber auch schönste und größte Sonnenwendfeuer im Kreis, waren sich die Freunde des Eisenbergs am Ende einig.

Von Bernd Löwenberger

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