Neues Leben mitten im Dorf

Landrat Koch überreicht Förderbescheid für Sanierung in Raboldshausen

Soll mithilfe der Dorferneuerung saniert werden: Das denkmalgeschützte Haus gegenüber der Kirche in Raboldshausen. Den Bescheid über knapp 76.000 Euro überbrachte jetzt Landrat Dr. Michael Koch (links) an die Neuensteiner Kommunalpolitiker (von links) CDU-Fraktionsvorsitzender Jürgen Schäfer, Erster Beigeordneter Roland Urstadt, Bürgermeister Walter Glänzer, Vorsitzender der Gemeindevertretung Dieter Heckel (alle CDU) und SPD-Fraktionsvorsitzender Heinrich Hemel.
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Soll mithilfe der Dorferneuerung saniert werden: Das denkmalgeschützte Haus gegenüber der Kirche in Raboldshausen. Den Bescheid über knapp 76.000 Euro überbrachte jetzt Landrat Dr. Michael Koch (links) an die Neuensteiner Kommunalpolitiker (von links) CDU-Fraktionsvorsitzender Jürgen Schäfer, Erster Beigeordneter Roland Urstadt, Bürgermeister Walter Glänzer, Vorsitzender der Gemeindevertretung Dieter Heckel (alle CDU) und SPD-Fraktionsvorsitzender Heinrich Hemel.

Die alte Schule am Kirchplatz im Neuensteiner Ortsteil Raboldshausen soll mit Geld aus der Dorferneuerung saniert werden.

Raboldshausen – Manchmal muss es schneller gehen, als der offizielle Weg das vorsieht. So ist es mit der Sanierung der alten Schule am Kirchplatz in Raboldshausen. Die soll noch in diesem Jahr zunächst von außen saniert werden, und zwar mit finanzieller Unterstützung aus dem Dorferneuerungsprogramm, obwohl das Integrierte kommunale Entwicklungskonzept (IKEK), das eigentlich Basis für eine Förderung ist, noch gar nicht fertig ist.

Bürgermeister Walter Glänzer wies auf den schlechten Zustand des denkmalgeschützten Fachwerkhauses hin, in dem früher die Raboldshäuser Kinder in zwei Klassen unterrichtet wurden, und verdeutlichte so den Handlungsbedarf. Knapp 76 000 Euro erhält die Gemeinde Neuenstein, der das Haus inzwischen gehört, für die Außensanierung. Einen entsprechenden Bescheid überreichte Landrat Dr. Michael Koch. Glänzer betonte die Bedeutung des Projekts. Das Haus liege an wirklich exponierter Stelle in Raboldshausen in den zentralen Blickachsen und direkt gegenüber von der Kirche. Dort wolle die Gemeinde Wohnungen einrichten, ein wesentlicher Aspekt, um Leben mitten im Dorf zu erhalten. Eine Wohnung in dem Haus sei derzeit vermietet, die anderen stünden bereits leer.

Auch eine Innensanierung des Gebäudes ist geplant und eine neue Heizungsanlage, die neuesten energetischen Standards entspricht. Geplant und betreut wird das Projekt vom Neuensteiner Architekten Albert Heß.

Ein anderes altes, allerdings baufälliges Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft des zu sanierenden Hauses wird die Gemeinde abreißen lassen. Dort sollen Carports entstehen, damit die parkenden Autos nicht weiter direkt auf dem Kirchplatz stehen und die Optik dort beeinträchtigen, erklärte Glänzer.

Er ist zuversichtlich, dass für das IKEK noch zahlreiche weitere Projekte gefunden werden, die nicht nur Bausubstanz in den Neuensteiner Dörfern erhalten, sondern auch Leben in die Gemeinschaft bringen.

Das Dorferneuerungsprogramm des Landes sei eine Riesenchance für die Gemeinde, betonte Landrat Koch. Dass es aber auch mit sehr viel Arbeit verbunden ist, sei ihm bewusst. Die Förderquote betrage 70 Prozent, 30 Prozent der Kosten müsse die Gemeinde selbst aufbringen. Der Bürgermeister hatte an diesem Tag noch zwei weitere Förderbescheide erhalten: Für das Backhaus in Raboldshausen und für die Pergola in Mühlbach. (Christine Zacharias)

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