Neues Baugebiet und Solarstrom bei Saasen

Bürgermeister Walter Glänzer, Neuenstein
+
Neuensteins Bürgermeister Walter Glänzer

Obergeis – Die Nachfrage nach Bauplätzen in der Gemeinde Neuenstein ist groß, es gibt jedoch nur noch einzelne Flächen im Innenbereich der Dörfer.

Deshalb hatte die Gemeindevertretung bereits in ihrer letzten Sitzung beschlossen in Obergeis ein neues Baugebiet „Feldwiese“ auszuweisen.

Dazu hatten sich jetzt Träger öffentlicher Belange und Anwohner mit Anregungen und Bedenken zu Wort gemeldet. All dies wurde von der Verwaltung und den Ausschüssen geprüft und, wo notwendig und ratsam, in der Planung berücksichtigt. Unter anderem machte Heinrich Hemel für den Ortsbeirat Obergeis auf mögliche Verkehrsprobleme aufmerksam und regte außerdem eine zweite Zufahrt zum Dorf an. Alle Änderungen wurden einstimmig vom Parlament beschlossen, ebenso wie der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan.

Solarpark bei Saasen

Auf den Weg gebracht wurde auch ein weiterer Bebauungsplan sowie die erforderliche Änderung des Flächennutzungsplanes für einen geplanten Solarpark in Saasen. Er soll direkt an der Autobahn entstehen. In der Planung berücksichtigt werden soll der Wunsch des Ortsbeirats Saasen, dass die Anlagen nicht in unmittelbarer Sichtweite des Dorfes errichtet werden. Zudem wurde aufgenommen, dass der Investor sowohl die Kosten für die Bauleitplanung als auch für mögliche Schäden übernehmen müsse. Auch dieser Beschluss wurde einstimmig gefasst.

Zu Beginn der Sitzung hatte Bürgermeister Walter Glänzer über den aktuellen Stand verschiedener Projekte berichtet:

Erdbau am Koppelstück

Der Erdbau für den Industriebau am Koppelstück sei zu 98 Prozent abgeschlossen. Der Hochbau beginne im Juli. Bis zum Jahresende solle der Hallenkörper stehen und im Jahr 2021 fertiggestellt werden.

Seniorenheim

Die Pläne für das Seniorenheim in Obergeis liegen, so Glänzer, noch beim Bauamt in Bad Hersfeld. „Wir hoffen aber, im Juli beginnen zu können“, erklärte er.

Die Planungen des VR-Bankvereins zur Umnutzung des Gebäudes in Raboldshausen nähmen Gestalt an.

Feuerwehrstandort

Auseinandersetzen müsse sich die Gemeinde zudem mit einem neuen Feuerwehrstandort, machte der Bürgermeister deutlich. Die Gemeinde müsse in den nächsten Jahren erheblich in Gerät und Bauten für die Feuerwehr investieren, mit reiner Maniküre sei es nicht getan. Die bisherigen Standorte seien nicht mehr zeitgemäß. „Wenn man für die Zukunft gut aufgestellt sein will, kommt man nicht um den Bau eines Standortes herum“, machte Glänzer deutlich und regte die Bildung einer Arbeitsgruppe aus Politik und Feuerwehr an. Zu einem ersten Gespräch werde er zeitnah einladen, so der Bürgermeister.

Tennet baut weiter

Der Neuensteiner Bürgermeister machte zudem darauf aufmerksam, dass Tennet ein neues Bauprojekt angekündigt habe. Eine 380-KV-Leitung von Mecklar nach Dipperz. Die werde Neuenstein nicht betreffen, doch werden sich einige Kommunen damit auseinandersetzen müssen, betonte er.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare