Alle stimmten zu 

Ja zum Haushalt: Neuenstein will familienfreundlich bleiben

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Einstimmig hat die Gemeindevertretung Neuenstein in ihrer jüngsten Sitzung in Aua den Haushalt für 2020 beschlossen. Die Gemeinde will vor allem familienfreundlich bleiben.

Benjamin Schwarz, der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion, rekapitulierte noch einmal die wesentlichen Zahlen. Der Ergebnishaushalt sei mit einem Gesamtvolumen von 7,7 Millionen Euro und einem Überschuss in Höhe von knapp 200 000 Euro geplant. Die Hebesätze blieben unverändert. Ihre Haupteinnahmen beziehe die Gemeinde aus der Gewerbesteuer (2,5 Millionen Euro) und dem Anteil an der Einkommenssteuer (1,4 Millionen Euro). Davon müssten 1,475 Millionen Euro als Kreisumlage und 730 000 Euro als Schulumlage ausgegeben werden. Für Sach- und Dienstleistungen seien 1,87 Millionen Euro eingeplant, für Personalkosten 1,45 Millionen.

Zur Finanzierung von Investitionen in Höhe von 1,8 Millionen Euro seien keine Kredite notwendig. Größter Posten sie das Baugebiet Feldwiese mit 800 000 Euro.

Die Kindertagesstätten seien mit rund 758 000 Euro veranschlagt, sagte Schwarz. Bei etwa 293 000 Euro an Zuschüssen und 66 000 Euro Elternbeiträgen blieben etwa 400 000 Euro, die von der Gemeinde finanziert würden. Die Gebühren seien im Vergleich zu benachbarten Gemeinden deutlich niedriger. Da auch die Gebühren und Steuerhebesätze günstiger seien als in den meisten anderen Gemeinden, sei Neuenstein eine besonders familienfreundliche Gemeinde.

Benjamin Schwarz wies zudem auf die positiven Ergebnisse von Schloss Neuenstein hin, auch wenn aktuell mit niedrigeren Umsätzen gerechnet werde.

Grundsätzlich zufrieden mit dem Haushalt zeigte sich auch die SPD-Fraktion. Deren Sprecher Heinrich Hemel hatte jedoch einige kritische Anmerkungen. Er warnte vor den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Epidemie und bat Bürgermeister Walter Glänzer, diese Auswirkungen im Auge zu behalten. Hemel machte aber auch deutlich, dass die Situation bei der Aufstellung des Haushaltes noch eine ganz andere gewesen sei.

Ausdrücklich begrüßte die SPD-Fraktion die Kosten, die für die Instandhaltung von Gebäuden eingeplant seien, zum Beispiel die Renovierung für die Einrichtung einer Zahnarztpraxis in Obergeis oder die Renovierung des gemeindeeigenen Hauses am Kirchplatz in Obergeis, um dort Wohnraum anbieten zu können. Hemel mahnte jedoch in den nächsten Jahren mehr Geld für die Unterhaltung der Dorfgemeinschaftshäuser und der Mehrzweckhalle an.

Hemel wies zudem darauf hin, dass die Untergeiser Kinder schon lange auf neue Spielgeräte auf dem Spielplatz am Flutgraben warteten. Hierzu gab Bürgermeister Walter Glänzer zu bedenken, dass mit Blick auf die Unglücke in Seigertshausen und Homberg über einen anderen Standort oder eine andere Umzäunung nachgedacht werden sollte.

Heinrich Hemel machte zudem deutlich, dass nicht nur der Ergebnishaushalt, sondern auch der Finanzhaushalt immer im Blick sein sollte und zeigte auf, dass ein Blick in den Finanzhaushalt deutlich mache, dass die Gemeinde ihren Haushalt nur über kräftige Entnahmen aus der Rücklage ausgleichen könne. (zac)

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