Gute Nachrichten für die Gemeinde

Läuft in Neuenstein: Bauplätze sind gefragt - Betriebe auf Erfolgskurs

+
Konnte Positives berichten: Bürgermeister Walter Glänzer.

Nicht nur die Nachfrage nach Wohnraum und Baugrundstücken ist groß in Neuenstein. Auch für Gewerbebetriebe bleibt die Gemeinde ein interessanter Standort.

Die Nachfrage nach Wohnraum und Baugrundstücken ist groß in der Gemeinde Neuenstein. Darüber informierte Bürgermeister Walter Glänzer die Gemeindevertreterinnen und -vertreter bei deren Sitzung in Aua.

Allein in den vergangenen eineinhalb Jahren hätten 36 Häuser neue Eigentümer gefunden, sagte Glänzer, das entspräche einem Dorf in der Größe von Salzberg. „Wir versuchen damit auch immer wieder, Innenentwicklung zu betreiben“, betonte der Bürgermeister.

Gefragt seien aber auch Bauplätze. Acht wurden im gleichen Zeitraum veräußert. „Das Bauplatzangebot der Gemeinde ist nach dem vollständigen Verkauf in Gittersdorf und Obergeis auf wenige Plätze in Raboldshausen und Mühlbach beschränkt“, machte Glänzer deutlich. Interessenten gebe es jedoch reichlich.

Deshalb standen auf der Tagesordnung mehrere Grundstückskäufe in Obergeis. Damit soll im Anschluss an das Baugebiet „Feldwiese“ ein neues Wohngebiet mit etwa 20 Bauplätzen entstehen. Einstimmig bewilligte das Parlament zusätzliche Haushaltsmittel in Höhe von 65 000 Euro zu den bisher bereits eingeplanten 125 000 Euro für Grundstücksankäufe und gab grünes Licht für eben diese Grundstücksgeschäfte.

Positiver Effekt der Attraktivität Neuensteins als Wohngemeinde: „Die Einwohnerzahl ist in den letzten Monaten deutlich gestiegen und liegt jetzt wieder bei über 3000“, freute sich Glänzer.

Ebenfalls einstimmig sprach sich das Parlament dafür aus, ein noch vorhandenes Baugrundstück in der Gemarkung Birkenhof in Obergeis an einen Interessenten zu verkaufen. Auf Nachfrage von Heinrich Hemel (SPD), der das Interesse der Gemeinde an einer tatsächlichen Bebauung des Grundstücks deutlich machte, erklärte Glänzer, dass im Vertrag üblicherweise eine Verpflichtung festgehalten werde, innerhalb von fünf Jahren zu bauen.

Baurecht soll zudem in Untergeis geschaffen werden. Hier sollen zwei Grundstücke in den Bebauungsplan „Am Sprengel“ einbezogen werden. Als schwierig habe sich jedoch die Suche nach einer geeigneten Ausgleichsfläche erwiesen, erläuterte Bürgermeister Glänzer. Nun soll eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung abgeschlossen werden, in der die Gemeinde versichert, sich um eine Artenschutzmaßnahme zu kümmern. Das wurde ebenso einstimmig beschlossen, wie alle übrigen Stellungnahmen, die während der Auslegung eingegangen waren. 

Neuensteiner Betriebe auf Erfolgskurs

Nicht nur als Wohnort, auch für Gewerbebetriebe bleibt Neuenstein ein interessanter Standort. „Die umfangreichen Änderungen von Flächennutzungs- und Bebauungsplänen zeigen erste Erfolge“, teilte Bürgermeister Walter Glänzer mit. 

Die Firma IDS stehe kurz vor der Inbetriebnahme ihrer neu geschaffenen Kapazitäten. Auch der Neubau des VR-Bankvereins in Obergeis sei fast fertig. Der Kurier habe seinen Betrieb in den neuen Hallen bereits aufgenommen, die Firma Precitool wolle ausbauen und erweitern. 

Der Neubau des Lebensmittelmarktes in Obergeis solle im August beginnen. Der Abriss habe sich wegen brütender Vögel unter dem Dach verzögert. Für das geplante Senioren- und Pflegeheim gebe es nun konkretes Interesse eines möglichen Betreibers. 

Aktuell hatte das Parlament über Bauantrags-Vorentwürfe eines Gewerbebetriebes im Gebiet „Am Koppelstück“ zu entscheiden, weil diese Entwürfe teilweise nicht dem aktuellen Bebauungsplan entsprechen. Das gilt sowohl für die zulässige Betriebsgröße – hier wurde der Plan bereits im Dezember 2018 geändert – als auch für Geländehöhen, Fassadengestaltung oder Grundstückseinfriedung. Alle Änderungen wurden einstimmig beschlossen. 

Bei dem Unternehmen handelt es sich um eine Firma aus der Medizintechnikbranche, die aber noch nicht genannt werden möchte. Mit all den Erweiterungen und Neuansiedlungen seien auch neue Arbeitsplätze für Neuenstein verbunden, machte der Bürgermeister deutlich. Und auch in der Gewerbesteuer schlägt sich der Erfolg der Neuensteiner Unternehmen nieder. 670.000 Euro mehr als ursprünglich eingeplant sind bereits angekündigt. (zac)

Kommentare