Umweltministerin Priska Hinz überreicht Urkunde

Neuenstein ins Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen

Umweltministerin Priska Hinz (vorne rechts) überreicht den Bescheid für die Aufnahme der Gemeinde Neuenstein in das Dorfentwicklungsprogramm an Bürgermeister Walter Glänzer im Hof von Schloss Neuenstein. Darüber freuen sich auch Landrat Dr. Michael Koch, Neuensteiner Kommunalpolitiker und engagierte Bürger.
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Umweltministerin Priska Hinz (vorne rechts) überreicht den Bescheid für die Aufnahme der Gemeinde Neuenstein in das Dorfentwicklungsprogramm an Bürgermeister Walter Glänzer im Hof von Schloss Neuenstein. Darüber freuen sich auch Landrat Dr. Michael Koch, Neuensteiner Kommunalpolitiker und engagierte Bürger.

Strahlende Gesichter gab es am Donnerstagnachmittag im Hof von Schloss Neuenstein. Umweltministerin Priska Hinz überreichte den Bescheid, dass die Gemeinde in das Hessische Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen wird.

Neuenstein – „Das ist eine großartige Chance für die Bürgerinnen und Bürger“, freute sich Bürgermeister Walter Glänzer. Er sieht nicht nur die öffentlichen Projekte, sondern vor allem die Möglichkeit, dass die Neuensteiner durch Schaffung von neuem Wohnraum in vorhandenen Gebäuden die Ortskerne beleben.

Was Neuenstein bewegen kann, das zeige sich unter anderem am Schloss Neuenstein, das die Gemeinde nach dem Auszug des Forstamtes vom Land gekauft und saniert habe. Nun sei es ein begehrter Ort für Tagungen und Schulungen und für private Feiern, stellte Glänzer fest. „Nachhaltigkeit braucht Kreativität und Mut und den entsprechenden finanziellen Rahmen“, betonte Walter Glänzer. Und diesen Rahmen biete das Land Hessen mit seiner Förderung.

Die Ministerin lobte Neuenstein als attraktive Gemeinde. „Aber man kann aus dem, was man hat, noch mehr machen“, stellte sie fest. Dabei helfe das Dorfentwicklungsprogramm. Dabei gehe es nicht nur um einzelne Projekte, sondern um grundlegende Fragen wie: Wie wollen wir in 30 Jahren leben und wie wollen wir zusammenarbeiten? Diese Fragen sollten jetzt nicht nur für einzelne Ort gestellt und bearbeitet werden, sondern in der gesamten Gemeinde, die weiterentwickelt und gestärkt werden solle.

Das Land Hessen unterstütze den ländlichen Raum zudem mit einem Aktionsplan, bei dem es unter anderem um Themen wie Digitalisierung, Mobilität, Landnutzung oder Wirtschaftsförderung gehe, betonte Priska Hinz.

Neuenstein habe nun zunächst 18 Monate Zeit für die Ideensammlung und Planung eines sogenannten Integrierten kommunalen Entwicklungskonzepts (IKEK). Dabei sollten Vereine, Bürger und natürlich die Kommunalpolitik eingebunden sein. Danach könnten innerhalb von sechs Jahren Projekte umgesetzt werden. Für die Dorfentwicklung stellt das Land Hessen insgesamt 35 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. Derzeit sind 99 Kommunen mit 878 Ortsteilen im Dorfentwicklungsprogramm. In diesem Jahr sei zudem die Förderquote um 15 Prozent erhöht worden, berichtete Hinz. Bürgermeister Glänzer geht davon aus, dass das finanzstarke Neuenstein für seine Projekte eine Förderung von 70 Prozent erhält und hofft, dass insgesamt eine siebenstellige Summe in die Gemeinde fließen wird. (Christine Zacharias)

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