Klammern regeln den Zugang

Großer Zuspruch für den Gittersdorfer Regionalmarkt

Steffen Seeliger (links) verteilt Wäscheklammern an vor der Gittersdorfer Kulturscheune wartende Besucher.
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Mit Wäscheklammern sorgte Steffen Seeliger (links) dafür, dass sich nie mehr als die erlaubten 35 Besucher gleichzeitig in der Gittersdorfer Kulturscheune aufhielten.

Zahlreiche Besucher hat am Wochenende der Regionalmarkt in Gittersdorf angelockt. Dank eines umfangreichen Hygienekonzepts musste sich trotzdem niemand zu nahe kommen.

Gittersdorf – „Mit einem solchen Zuspruch hatten wir nicht gerechnet“, sagt Bernd Ziehn am Samstagmittag und blickt zufrieden über den gut besuchten Platz rund um die Gittersdorfer Kulturscheune. Ausgerüstet mit einer dicken Rolle gelbem Klebeband ist der Organisator des Vereins „Menschen unterstützen Menschen“ (mum) unterwegs, klebt neue Abstandsmarkierungen auf den Boden oder ersetzt solche, die sich ablösen.

„Es ist ja sonst rundum nichts los“, erklärte sich der Organisator des Regionalmarktes rund um die Gittersdorfer Kulturscheune, Bernd Ziehn, den großen Besucherandrang.

Um 11 Uhr hatte der Markt unter dem Motto „Ein anderer Herbst – ein anderer Markt“ begonnen und war sofort gut frequentiert.

Wer rein will, muss erst mal seine persönlichen Daten notieren. Aber vorher bitte Hände desinfizieren, damit man nicht für jeden Besucher einen neuen Kuli braucht. Kaum drin, steht man auch schon in der wegen der Abstandsmarken besonders langen Schlange vor der Würstchenbude. Dort hat man mittlerweile die Bratkapazität mit einem weiteren Grill erhöht. Getränke werden auf der Hallenrückseite durch ein Fenster ausgegeben.

Aufgestellte Bierbänke sorgen hier für eine Einbahnstraßenregelung. Flatterbänder signalisieren: Das sind keine Sitzplätze. Dass doch hin und wieder ein Gast Platz nimmt, um seine Wurst oder sein Stück Kuchen zu verzehren, stört nicht wirklich – die Abstände bleiben gewahrt.

Wer in die Scheune will, in der hauptsächlich Schmuck, Kunst- und Dekoartikel zu besichtigen oder zu erwerben sind, bekommt eine Wäscheklammer zum Einlass von Steffen Seeliger. Der hat ein Körbchen mit 35 Klammern neben sich stehen. Ist das Körbchen leer, ist die Halle „voll“. Beim Ausgang zurückgegeben und frisch desinfiziert gewähren die Klammern wartenden Gästen den Zugang. „Angesichts steigender Fallzahlen haben wir vorgestern noch einmal überlegt ob wir den Markt veranstalten“, erklärt Bürgermeister Walter Glänzer bei einer Tasse Kaffee und einem Stückchen Kuchen, zeigt sich dann aber mit der getroffenen Entscheidung zufrieden. Nicht zuletzt auch, weil er, ebenso wie Ziehn, den Besuchern ein sehr rücksichts- und verantwortungsvolles sowie pandemiekonformes Verhalten attestieren kann. (Bernd Löwenberger)

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