Neuensteiner Parlament hofft auf Fördergeld des Landes

Kita in Untergeis soll erweitert werden

 Kinderspielzeug hängt  in einer Kindertagesstätte.
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In Neuenstein werden dringend neue Plätze für die Kinderbetreuung benötigt. Nun soll die Kita in Untergeis um eine Krippen- und eine altersgemischte Gruppe erweitert werden.

Die Kinderbetreuung in Neuenstein kommt an ihre Kapazitätsgrenzen. Für die Erweiterung der Kita in Untergeis hofft man in der Gemeinde auf Fördergeld des Landes.

Obergeis – „Wenn es Brei regnet, muss man den Löffel drunter halten“ – diese Lokalpolitikerweisheit ist auch in Neuenstein wohl bekannt. Konkret geht es um eine Erweiterung der Kindertagesstätte und das Landesinvestitionsprogramm „Kinderbetreuung 2020 - 2024“, für das bis zum 31. Oktober Anträge gestellt werden konnten.

Da die Gemeinde ein kräftiges Bevölkerungswachstum (plus 42 Personen in diesem Jahr) verzeichnet und mit 200 neuen Arbeitsplätzen in den kommenden Jahren von weiterem Zuzug ausgeht, ist absehbar, dass auch die Kapazitäten der ohnehin gut besuchten Kindertagesstätten an ihre Grenzen kommen, teilte Bürgermeister Walter Glänzer mit. Er stellte deshalb den Eilantrag, das Thema Erweiterung der Kindertagesstätte Regenbogen in Untergeis kurzfristig noch auf die Tagesordnung zu setzen, um nach einem positiven Votum der Gemeindevertretung unverzüglich aktiv werden und den Förderantrag fristgerecht stellen zu können.

Sowohl der Eilantrag als auch der Antrag des Bürgermeisters fanden die einmütige Zustimmung der Gemeindevertreterinnen und -vertreter, die unter Corona-Bedingungen in Obergeis tagten.

Aktuell gebe es in der Gemeinde zwölf Krippenplätze für Kinder unter drei Jahren, erklärte Glänzer. Damit könnten lediglich 18 Prozent der Kinder dieser Altersgruppe versorgt werden. Die Nachfrage steige aber. Deshalb sollten an die Kita in Untergeis zwei neue Gruppen, eine Krippengruppe und eine altersübergreifende Gruppe, angebaut werden. Eine erste Kostenschätzung für das Projekt beläuft sich, so Glänzer, auf rund 700 000 Euro. Sollte das Projekt in das Landesinvestitionsprogramm Kinderbetreuung aufgenommen werden, könnte die Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von bis zu 250 000 Euro erhalten.

Ob jedoch für die Gemeinde Neuenstein noch Geld im Fördertopf ist, das konnte der Bürgermeister nicht sagen. Aber, so Jürgen Schäfer (CDU), der Löffel für den Brei sei bereit. Auf die Notwendigkeit weiterer Krippenplätze wies auch Katharina Schwalm (SPD) hin. „Die Platzkapazität für die Knirpse ist ausgereizt.“ Christine Zacharias

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