Schnell war alles verputzt

Heißes Backhausfest in Gittersdorf

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Nicht wegzudenken vom traditionellen Gittersdorfer Backhausfest der Freiwilligen Feuerwehr ist das nach eigenem Rezept erstellte und im eigenen Backhaus frisch gebackene Bauernbrot, das hier von Werner Boländer, Thomas Johr und Andreas Schunck (von links) präsentiert wird.

Neuenstein. Beim Backhausfest in Gitterdorf ging es heiß her. Dafür sorgte nicht nur der Backofen, sondern auch die Disko und ein Wiesenbrand zu später Stunde. 

Mitten in die beste Feierlaune auf dem Musikabend des Backhausfestes der Freiwilligen Feuerwehr am Samstagabend in der Kulturscheune in Gittersdorf platzte die „Einladung“ der Leitstelle zu einem Flächenbrand in Obergeis.

„Wir haben die Rauchsäule von hier aus gesehen“, berichtet der Vorsitzende des Feuerwehrvereins und Festorganisator Andreas Schade. Für sechs Feuerwehrmänner nahm damit ab etwa 21 Uhr 30 der Abend einen gänzlich anderen Verlauf als geplant. 

Die restlichen Gäste ließen sich die gute Laune aber nicht verderben, feierten fröhlich zur Musik von DJ Frank, dem Bad Hersfelder Stadtbrandmeister, oder labten sich an leckerem Spießbraten, selbst gebackenem Bauernbrot oder andern Köstlichkeiten. Als die sechs aktiven Fire-Fighter gegen ein Uhr morgens von ihrem Einsatz zurückkamen, da hatten sie besonders eine spontane und äußerst gelungene Tanzeinlage der Tanz- und Fitnessgruppe unter Leitung von Silvia Schunck verpasst.

Alarmfrei begann das traditionelle Backhausfest am Sonntagmorgen mit einem Gottesdienst mit Lektorin Kornelia Mohr und Kristina Kempf an der Orgel. Ab Mittag gab es dann den unter Regie von Annedore Knoth frisch hergestellten berühmt-berüchtigten Brotkuchen direkt aus dem Backhaus. Dass der auch in diesem Jahr hervorragend mundete, lässt sich wohl daran ablesen, dass trotz reichlicher Mengen schon nach rund eineinhalb Stunden „die Platte geputzt war“. 

Hunger leiden musste dennoch niemand. Unter dem Motto „Fleisch ist mein Gemüse“ hielt die Grillstation Steaks und Würstchen bereit und am frühen Nachmittag bauten die Feuerwehrfrauen zu den Klängen der Neuensteiner Blasmusik ein wahrlich fulminantes Kuchenbuffet auf, das keine Wünsche offenließ.

Derweil wurde auf einer Wiese neben dem Festplatz das vom nächtlichen Einsatz verschmutze Feuerwehrauto gereinigt und gewaschen. Der Nachwuchs nutzte die Chance für eine kalte Dusche an einem heißen Sonntag, und weil die Temperaturen nur langsam sanken, klang das Fest erst spät am Abend aus.

Von Bernd Löwenberger

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